Ausgetanzt, ausgescherzt. An sich wäre der traditionelle Fasching ja bereits mit dem Faschingdienstag zu Ende. Doch die Politik kürzt die 40 von der Kirche verordneten folgenden Fastentage und versucht sich am Aschermittwoch in Halb-, Kaum- und Überhaupt-nicht-Lustigkeiten. Mit heutigem Tag aber sollte es sich endgültig ausgetanzt und ausgescherzt haben. Im Vorjahr, als der Fasching etwas länger gedauert hat, nutzten die ermatteten Koalitionsverhandler von ÖVP, SPÖ und Neos diese gewonnene Zeit, um 155 Tage nach den Nationalratswahlen und heftigen Turbulenzen samt Rücktritt von ÖVP-Kanzler Nehammer und nachfolgenden, letztlich geplatzten Regierungsverhandlungen von Herbert Kickl und Christian Stocker doch noch eine Einigung zu erzielen.
Schluss mit lustig. Am Rosenmontag 2025 wurde schließlich die Regierung Stocker/Babler/Meinl-Reisinger angelobt. Einen Start am Aschermittwoch wollte man wegen befürchteter Negativ-Symbolik lieber vermeiden. Der Spaß ist damals vielen dennoch vergangen – vor allem dem Chef der Blauen, der kurz vor der Tür des Kanzleramtes kehrtgemacht und auf Neuwahlen gehofft hatte. Eine Mehrheit der Österreicher hat zum Start der Dreier-Koalition aber aufgeatmet. Mittlerweile ist das halbwegs freundliche Bild von Türkis-Rot-Pink verblasst, laut Umfragen hat eine knappe Mehrheit der Österreicher den Regierungsparteien das Vertrauen entzogen. Um dieses Vertrauen zurückzugewinnen, muss die Regierung arbeiten und überzeugen. Es ist Schluss mit lustig!
Kommen Sie gut durch den Donnerstag!
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