Die nächste Wende im Fall Gil Ofarim! Nachdem der Dschungelstar in den vergangenen Tagen damit kokettiert hatte, dass Videobeweise gegen ihn manipuliert waren, entschuldigte sich der Sänger nun doch für sein damaliges Verhalten – und zwar live im TV.
Ofarim hatte im Jahr 2021 deutschlandweit Schlagzeilen gemacht, als er sich bei Instagram fälschlicherweise als Opfer antisemitischer Äußerungen eines Hotelmitarbeiters darstellte. Während seiner Zeit im australischen RTL-Dschungelcamp hatte der Sänger und Schauspieler keine Worte der Entschuldigung an den Hotelmitarbeiter W. über seine Lippen gebracht.
Das änderte sich nun, drei Tage nach dem Dschungel. In der Nachrichtensendung „Punkt 12“ fragte ihn Moderatorin Katja Burkard ganz offen: „Kannst du denn sagen: ,Es tut mir leid‘, was dem Markus W., dem Hotelmitarbeiter, durch dein Video widerfahren ist?“
„Es tut mir leid!“
Ofarim betonte, dass er das bereits erledigt habe: „Das habe ich gemacht, und das habe ich ihm persönlich auch selber gesagt bei Gericht. Ich habe das Gefühl, dass das viele Menschen da draußen entweder gar nicht interessiert oder sie wollen es immer wieder hören. (...) Aber ich kann mich nur wiederholen: Alles, was da passierte und im Nachgang alles: Es tut mir leid! Alles Weitere kann und darf ich nicht sagen.“
Auf diesen Satz warteten die TV-Zuschauer und der betroffene W. zwei Wochen lang vergeblich. Bis auf eine Entschuldigung bei der Stadt Leipzig und dem Bundesland Sachsen schwieg Ofarim eisern. Mehr noch: Er säte während seiner Zeit im Dschungel Zweifel an dem Verfahren selbst.
Dem 43-Jährigen ging es dabei vor allem um Videoaufnahmen, die in dem Prozess zum sogenannten Davidstern-Skandal eine große Rolle gespielt hatten. Zur Erinnerung: Er warf W. vor, dieser hätte ihn aufgefordert seinen Davidstern abzunehmen und ihm den Check-in verweigert. „Es wurde nachgewiesen, dass das Band nicht das Originalband ist. Es wurde nachgewiesen, dass von allen Kamera-Aufnahmen mehrere Sekunden gefehlt haben“, sagte Ofarim.
Zudem sprach der Musiker von einem Zeugen, der ausgesagt habe, dass er „den Davidstern gesehen“ habe – und riss damit alte Wunden auf. Ein Digitalforensiker wertete unter großem Aufwand sieben Videos der Überwachungskameras in dem Hotel aus.
„Das Video, das der Digitalforensiker hatte, ist nicht das Original“, behauptete Ofarim im Dschungelcamp. Die Aussagen kamen überraschend, weil er in den Tagen zuvor etliche Fragen seiner RTL-Mitcamper zu dem Fall nicht beantwortet hatte. Wie Ofarim zu seinen Schlüssen kam, blieb unklar.
W. übt Kritik an Ofarim
Der betroffene Hotelmitarbeiter, der vier Jahre lang öffentlich zu dem Vorfall geschwiegen hatte, äußerte sich nun erstmals in einem Interview mit der Zeitung „Die Zeit“. Er zeigte sich unzufrieden damit, wie sich Ofarim nun inszenieren könne: „Die Staatsanwaltschaft hat Tatsachen ermittelt, die vor Gericht Bestand hatten. Gil Ofarim hat diese Tatsachen irgendwann bestätigt, indem er sich bei mir entschuldigte und das Video löschte. Nun habe ich den Eindruck, dass all das wieder infrage gestellt wird. Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich.“
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