Der Schock über den Unfall bei der Dschungelprüfung saß an Tag 13 noch immer tief – vor allem bei Gil Ofarim selbst. Aber während der Sänger nach dem dramatischen Sturz am Vortag nun von allen anderen umsorgt wurde, blieb Ariel skeptisch. „Er ist für mich einfach ein böser Mensch“, schimpfte sie. Unterdessen ist das Abenteuer für Eva Benetatou vorbei.
„Wie geht es dir?“, fragte Hubert Gil sofort nach dem Aufwachen. Der Sänger war am Dienstag ja bei der Dschungelprüfung ausgerutscht, schwer gestürzt und musste sogar im Spital untersucht werden. „Okay, besser“, so der Sänger noch ein bisschen verschlafen.
„... als wäre das alles nur ein Albtraum gewesen“
Auch Hardy fragte Gil nach seinem Befinden. „Schädelweh!“, erläuterte dieser. Von Samira gab es vor der Toilette schließlich noch eine feste Umarmung. „Samira hat mich in den Arm genommen, sogar fest umarmt, und sagte, sie hätte sich Sorgen gemacht. Das tat gut“, erklärte Gil danach im Dschungeltelefon. Und resümierte: „Aufwachen war wie, also, als wäre das alles nur wie ein Albtraum gewesen ...“
Der Zuspruch der anderen Stars tat dem Musiker nach seinem Horror-Sturz sichtlich gut. Vor allem aber rührte ihn Stephen sehr. Der Schauspieler, der am Dienstag die wenigsten Anrufe hatte und somit das Dschungelcamp verlassen muss, hatte Gil seinen Schlafsack überlassen. „Er hat die ganze Nacht, die eiskalt war, ohne Decke verbracht und hat mir seine gegeben, damit ich nicht friere. Stephen ist auf jeden Fall mein Buddy, umso härter ist es, dass er jetzt gehen muss.“
Aber auch mit Eva verstehe er sich gut, so Gil weiter: „Eva und ich, wir hatten ganz schnell eine Connection, sie hat sich wirklich Sorgen gemacht und hat es ehrlich gemeint. Es ist absolut nachvollziehbar, wenn Fremde aufeinandertreffen in einer Gruppe von zwölf, dass es seine Zeit braucht. Jetzt sind wir ein Team, eine Mannschaft, wir halten zusammen. Man geht gemeinsam einen Weg und ich halte durch!“
Ariel lässt bei Gil nicht locker
Und während Gil von allen Seiten umsorgt und verhätschelt wurde, blieb Ariel dem Sänger gegenüber skeptisch. „Gil geht es heute besser, er läuft herum, geht runter und kommt wieder hoch. Aber er schläft eigentlich nur den ganzen Tag, wenn er nicht gerade isst“, philosophierte Ariel im Dschungeltelefon.
Nur, um wenig später mit Hubert über ihre Gedanken über Gil zu sprechen: „Was bewegt die Zuschauer, immer noch für einen Gil anzurufen?“ Hubert vermutete: „Um ihn zu ärgern, dass er nicht raus kann.“ Das jedoch konnte Ariel nicht glauben, da man ja für jeden Anruf zahlen müsse. „Es gibt ja auch welche, die rufen auch an wie bei dir, dass du in die Dschungelprüfung musst“, argumentierte Hubert. Doch Ariel blieb dabei: „Nein, das verstehe ich nicht. Er ist ja freiwillig wieder rein gestern.“
Im Dschungeltelefon ging Ariel schließlich weiter darauf ein: „Ich verstehe es nicht. Er hat gesagt, er ist wegen dem Geld hier, aber das hat doch Grenzen.“
„Habe totales Mitgefühl, aber ...“
Ariel blieb sich auch nach dem Unfall-Schock treu und sprach Gil schlussendlich direkt an: „Gil, eine Frage: Sonja und Jan sagten ja, dass es deine eigene Entscheidung war, wiederzukommen. Das bedeutet, wenn du jetzt gesagt hättest, dir geht es nicht gut, dann hättest du den Satz rufen müssen?“ Gil erklärte: „Ich wollte nicht aufgeben. Und jetzt will ich so schnell wie möglich fit werden, damit ich wieder was machen kann. Ich will genauso wie du und wie jeder hier gewinnen.“
Doch Ariel hat ihre eigene Meinung von Gil, wie sie später im Dschungeltelefon unterstrich: „Was Gil passiert ist, das wünsche ich niemandem, nicht mal meinem größten Feind. Alles, was gesundheitlich ist, da habe ich totales Mitgefühl, und das tut mir auch leid für Gil. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass er für mich einfach ein böser Mensch ist. Das wird sich auch nicht ändern, weil er gerade verletzt ist, und es geht ihm ja gut genug, um hier zu sein. Irgendwie gerät es jetzt schon wieder in Vergessenheit, was er getan hat.“
„Konnte ohne Wein nicht einschlafen“
Emotional wurde es hingegen zwischen Simone und Hardy, die das gleiche Schicksal teilen: Sie haben den Tod eines ihrer Kinder verkraften müssen. Hardy flüchtete in seine Arbeit und in den Alkohol: „Der dir so ein bisschen das Gefühl gibt, dass du noch lebst. Du bist nur eine leere Hülle.“ Simone hörte gespannt zu und ergänzte: „Ich konnte am Anfang gar nicht ohne meinen Wein einschlafen!“
Auch Erfahrungen mit dem Umfeld wären ähnlich. „Die wissen nicht, wie sie damit umgehen und wollen sich nicht damit konfrontieren, also gehen sie dem aus dem Weg“, so Hardy. Erinnerungen daran lassen Simone bis heute nicht kalt. „Du gehst über die Straße und siehst dann Leute, die du kennst, die dann weggehen. Freunde haben mich beobachtet, kritisiert. Viele melden sich nicht mehr und du bist die Frau mit dem toten Kind. Du wirst nicht mehr eingeladen“, so die 49-Jährige mit tränenerstickter Stimme.
Alles, was sie machte – ausgehen, feiern – wurde negativ ausgelegt, fügte sie hinzu: „Ja, die säuft jetzt zu viel! Du bist ständig in der Schuld.“ Hardy ergänzte: „Und irgendwann ziehst du dich zurück und sagst: ,Ich kann nicht mehr!‘“ Simone verriet, dass sie dann nach Italien gegangen sei: „Ich wollte nur noch weg! Mein eigener Mann hat mich nicht verstanden, ich habe mich danach scheiden lassen.“ Hardy nickte: „Du kommst dir vor wie ein Alien, nicht mehr Teil der Gesellschaft, du bist raus!“
„Es hat ihn einfach zerquetscht“
Doch nicht nur für Simone war der Tod Emilios traumatisierend, sondern auch für seine beiden Brüder, die bei dem Unfall dabei waren. „Die waren im Urlaub alle, in Michas Ferienhaus in Portugal. Ich war daheim! Die Kinder haben gefeiert und da war ein Mädchen aus der Nachbarschaft, und Emilio wollte sie mit dem Quad nach Hause fahren“, schilderte sie, wie es zu dem Unfall kam. „Er ist aus der Garage rückwärts rausgefahren, hat sich verschaltet, also die Gangschaltung war kaputt. Er hat gedacht, er ist im Vorwärtsgang, aber der Rückwärtsgang war noch drin. Das Quad ist rückwärts hoch und dann durch ein Loch im Zaun runtergefallen und das Quad auf ihn drauf und hat ihn erdrückt.“
Ihr Sohn sei gar nicht gefahren, als das Unglück passierte, fuhr Simone fort. „Er war kein Raser. Emilio war ganz vorsichtig. Er hat Pech gehabt. Verschaltet. Die Kinder standen da und haben dann versucht, das Quad, das war richtig groß, von ihm runterzubekommen. Es ist also nicht beim Fahren passiert, es hat ihn einfach zerquetscht. Und dann gab es wieder die Spekulationen: ,Da wird er besoffen gewesen sein, da wird er zu schnell gefahren sein.‘ Das war so gar nicht. Aber ich bin dadurch wirklich stark geworden. Außer meine Kinder brauche ich niemanden mehr.“
Sieben Promis sind noch im Dschungel
Am Ende der Folge stand schließlich fest: Reality-Star Eva Benetatou (33) musste als fünfter Promi das Dschungelcamp verlassen. Sie erhielt die wenigsten Anrufe von den Zuschauern. Eva sorgte im Dschungel für ständigen Zickenkrieg mit Samira Yavuz (32), da sie eine Affäre mit Samiras Ex Serkan hatte. Nun sind es nur noch sieben Promis, die um die Dschungelkrone kämpfen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.