Schweigen gebrochen
Morettis in Brief an Mitarbeiter: „Sind verletzt“
Nach dem verheerenden Brand in einer Bar im Schweizer Nobelskiort Crans-Montana haben sich die Lokalbetreiber ihren Mitarbeitern einen Brief geschrieben. Ihr bisheriges Schweigen begründeten Jacques und Jessica Morretti mit den Ermittlungen gegen sie – und verurteilten „niederträchtige Lügen“, die über sie verbreitet wurden.
Bei dem Flammeninferno in der Bar „Le Constellation“ kamen in der Silvesternacht 41 Menschen ums Leben – darunter auch Mitarbeiter der Bar. Nach der Tragödie wird gegen die Betreiber ermittelt, ob diese Sicherheitsvorkehrungen misachtet haben. Das Ehepaar ist nach der Hinterlegung von Kautionen derzeit auf freiem Fuß.
Paar will „auferlegtes Schweigen“ brechen
Nun wandten sich die Morettis in einem Brief an ihre Angestellten. „Wir haben uns heute entschlossen, das uns auferlegte Schweigen zu brechen“, erklären sie in dem Schreiben. „Wir sehen es als unsere Pflicht an, euren Schmerz zu lindern“, heißt es darin weiter.
Sie hätten sich zuvor nicht an ihre Mitarbeiter wenden können, da sie wegen des erhobenen Verdachts der Absprache alle Kontakte hätten abbrechen müssen, begründet das Paar sein Schweigen – dabei hätten sie ihre „tiefe Anteilnahme“ bereits kurz nach der Katastophe zum Ausdruck bringen wollen, werden Passagen aus dem Brief von Schweizer Medien zitiert. Diese Tatsache sei „unerträchlich“ für sie gewesen.
Morettis verurteilen „Lügen“ in Berichterstattung
In dem Schreiben, das an alle Mitarbeiter der Bar erhalten hatten, erklärten sie weiter, dass „Medien, außer Rand und Band geraten“ seien und und „mitunter ungehemmt schwere Lügen verbreiten“ würden. Konkret soll es um Berichte gehen, dass Jessica Moretti während des Brandes sich selbst und die Kasse des Lokals rettete, ohne anderen Opfer zu helfen. „Wir sind zutiefst verletzt über die zahlreichen Verleumdungen, die verbreitet werden.“
Weiters erklärte das Paar, das es hoffe, dass die ausstehenden Löhne bald ausbezahlt werden. Ihre Bankkonten seien wegen der Ermittlungen eingefrorern worden – sie selbst hätten eine Zahlung am 6. Jänner veranlasst. Nun müsse die Staatsanwaltschaft einer teilweisen Freigabe der Gelder zustimmen. „Wir werden euch nicht im Stich lassen. Wir sind an dasselbe Schicksal gebunden und werden alles tun, um euch zu unterstützen“, so die Barbetreiber am Ende des Briefes.










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