Feuer in Darmstadt

Großbrand bremst Start von Teilchenbeschleuniger

Ausland
05.02.2026 14:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Feuer auf dem Gelände einer Darmstädter Forschungseinrichtung hat einen hohen Schaden angerichtet. Der Start eines Milliarden Euro teuren Teilchenbeschleunigers wird durch das Unglück wohl erheblich verzögert.

Das Feuer brach am Donnerstagmorgen aus zunächst unbekannter Ursache aus. Die Feuerwehr setzte ein Großaufgebot in Gang und sprach von einem erheblichen Sachschaden – verletzt wurde niemand.

Teilchenbeschleuniger um Milliarden Euro
Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung ist für seine Beschleunigeranlage für Ionen bekannt. Derzeit entsteht auf dem Gelände eine neue Anlage. Sie gilt als eines der größten Forschungsvorhaben der Welt, mehrere Milliarden werden investiert. Die Forschungen betreffen unter anderem die Entstehung des Universums.

Hier sehen Sie Bilder von dem Brand:

Beschleuniger nicht direkt von Brand betroffen
Weder die alte noch die neu entstehende Anlage ist nach Auskunft des Forschungszentrums betroffen. Das Feuer betreffe eine elektrische Anlage in einem Industriegebäude, Einzelheiten seien noch nicht klar. Es wird jedoch befürchtet, dass das Unglück den Bau der neuen Teilchenbeschleunigeranlage FAIR erheblich verzögert. Der hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels sprach von einem „schwarzen Tag“ für den Wissenschaftsstandort Darmstadt. 

Feuerwehr: Keine Gefahrstoffe in der Luft verzeichnet
Eine Sprecherin des Forschungszentrums sprach von einer dramatischen Situation. Zum Ausmaß des Schadens gebe es noch keine Angaben. Der Werkschutz habe das Gelände geräumt. Die Mitarbeiter hätten den Ort verlassen. Die Bevölkerung wurde in einem größeren Umkreis vor Brandgasen gewarnt. Man solle Fenster und Türen geschlossen halten und Lüftungs- und Klimaanlagen abstellen.

Laut Feuerwehr sind mehrere Fahrzeuge zur Gefahrstoffmessung im Einsatz, es seien zunächst keine Gefahrstoffe nachgewiesen worden. Die Warnungen vor Geruchsbelästigung galten unter anderem auch für das fast 30 Kilometer entfernte Kelsterbach.

Einsatzkräfte aus Darmstadt und den benachbarten Landkreisen seien im Einsatz, auch mehrere Werkfeuerwehren. Insgesamt sprach Wagner von 160 Einsatzkräften. Die Brandbekämpfung werde voraussichtlich bis in die späten Abendstunden andauern, erklärte die Feuerwehr.

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