„Was zum Teufel ...?“

Marius Borg Hoiby weint vor Gericht bittere Tränen

Royals
05.02.2026 12:19
Porträt von krone.at
Von krone.at

Marius Borg Hoiby (29) soll noch vor der Anklage gegen ihn im Internet Worte wie „Vergewaltigung“ und seinen Namen gegoogelt haben. An Tag drei vor Gericht in Oslo sprach der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit über die Gründe dafür. Und brach nach weiteren intimen Enthüllungen erneut in Tränen aus.

Der 29-Jährige erklärte nach Angaben der Zeitung „Verdens Gang“ am Donnerstag vor Gericht, er hätte zuvor Gerüchte über sich selbst gelesen, nach denen er eine Frau vergewaltigt haben soll.

Intime Details brachten Marius aus der Fassung
Deshalb habe er im Internet nach den Begriffen gesucht. „Ich lese alles, was geschrieben wird, nicht nur in den Medien, sondern auch in Foren und sozialen Netzwerken“, erläuterte Marius Borg Hoiby, der bei seiner Aussage am Donnerstag sehr nervös wirkte und immer wieder mit seinem Armband spielte.

Ein Gerichtszeichner skizzierte Marius Borg Hoiby bei seiner Aussage vor Gericht in Oslo.
Ein Gerichtszeichner skizzierte Marius Borg Hoiby bei seiner Aussage vor Gericht in Oslo.(Bild: AP/Ane Hem)

Auch weitere Themen werden erläutert, etwa die Frage nach angeblichen Sex-Absprachen mit seinen Opfern sowie zu weiteren Suchanfragen auf Google. Auch intime Details, die von der Polizei in ihren Bericht aufgenommen wurden, kamen zur Sprache. Marius fing dabei an zu weinen, fragte laut „VG“ unter Tränen nach: „Was zum Teufel hat das mit dem Fall zu tun?“

Vergewaltigung – oder einvernehmlicher Sex?
Am dritten Verhandlungstag im Vergewaltigungsprozess wurde der 29-Jährige weiter zu einem mutmaßlichen Vorfall in Schloss Skaugum, der Residenz des Kronprinzenpaares, im Jahr 2018 befragt.

Während einer Party mit Freunden soll er dort eine Frau sexuell berührt und gefilmt haben, während sie schlief. Als Beweismaterial wurden vor Gericht Videoaufnahmen gezeigt, die Hoiby gemacht haben soll.

Mutmaßliches Opfer unter Drogen gesetzt?
Die Vernehmung hatte bereits am Vortag begonnen – da hatte er ausgesagt, sich nur an einvernehmlichen Sex mit dem mutmaßlichen Opfer erinnern zu können. Staatsanwalt Sturla Henriksbø fragte Marius am Donnerstag schließlich: „Hast du sie unter Drogen gesetzt?“ Dieser antwortete: „Soweit ich weiß, habe ich noch nie jemanden unter Drogen gesetzt.“ 

Was ist wirklich 2018 bei der Party in Schloss Skaugum passiert?
Was ist wirklich 2018 bei der Party in Schloss Skaugum passiert?(Bild: Viennareport)

Vor der Befragung von Hoiby hatte am Mittwoch eines seiner mutmaßlichen Opfer ausgesagt. Die Frau, deren Name von den Medien nicht genannt werden darf, äußerte dabei die Überzeugung, dass ihr bei einer Party in Skaugum Drogen verabreicht worden waren. „Sehen Sie mein Gesicht: Es ist doch klar, dass ich völlig bewusstlos bin. Es sieht sogar so aus, als würde ich nicht atmen“, sagte sie zu Aufnahmen der mutmaßlichen Vergewaltigung, die auf Hoibys Handy entdeckt worden waren.

Außerdem meinte Marius laut „Verdens Gang“ am Donnerstag: „Ich bin heute unfassbar müde.“ Er sitze viel in seiner Zelle und denke nach. Kurz vor Prozessbeginn war der Norweger erneut festgenommen worden – wegen Drohungen mit einem Messer und Verstoßes gegen ein Kontaktverbot.

Leben im Exzess
Am Vortag gestand Marius in der Vernehmung ein Leben im Exzess mit „viel Sex, viel Drogen und viel Alkohol“ ein. Grund dafür sei sein „extrem hohes Bedürfnis nach Anerkennung“, sagte der 29-Jährige unter Tränen. Die gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe wies er zugleich zurück.

Dem Sohn von Mette-Marit wird vorgeworfen, vier Frauen vergewaltigt und mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt zu haben. Insgesamt umfasst die Anklage 38 Punkte, Marius drohen bis zu 16 Jahre Haft. 

Die mutmaßlichen Vergewaltigungen fanden laut dem Eröffnungsplädoyer der Staatsanwaltschaft alle nach zunächst einvernehmlichem Geschlechtsverkehr statt – oft nach Abenden mit starkem Alkoholkonsum, an denen die Frauen nicht in der Lage gewesen seien, sich zu verteidigen. Die Verteidigung argumentiert dagegen, Hoiby habe „alle Handlungen als völlig normale und einvernehmliche sexuelle Beziehungen wahrgenommen“.

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