Sucheinsätze in Tirol

Zwei Lawinenabgänge endeten zum Glück glimpflich

Tirol
31.01.2026 14:57

Gleich mehrere Lawinen sorgten am Samstag in Tirol für Einsätze! Am Vormittag wurden zwei Tourengeher im Tiroler Sulztal teilverschüttet. Am Nachmittag lief ein Sucheinsatz im Zillertal, die Lage war lange Zeit unklar. Mehrere Einsatzkräfte waren vor Ort. Doch dann die gute Nachricht.

Trotz der erhöhten Lawinengefahr in weiten Teilen Tirols lassen es sich Skitourengeher nicht entgehen, eine Tour in den Bergen zu unternehmen. Wie die Leitstelle Tirol gegenüber der Tiroler „Krone“ bestätigt, lief am Nachmittag im Zillertal ein Einsatz nach einer Lawine.

Ein- und Ausfahrtsspuren von Skiern gesichtet
Im Gemeindegebiet von Schwendau bemerkte gegen 13.30 Uhr ein Mitarbeiter der Hornbergbahn einen Lawinenabgang und setzte einen Notruf ab. „Bei dem Überflug des Rettungshubschraubers konnten sowohl Spuren, die in die Lawine hinein als auch wieder hinausführten, festgestellt werden. Daher konnte nicht ausgeschlossen werden, dass jemand verschüttet wurde“, heißt es seitens der Polizei. Ein Rettungseinsatz wurde in Gang gesetzt.

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Wintersportler, die eine Lawine ausgelöst haben, sollten dies umgehend der Leitstelle oder der örtlichen Bergbahnen melden. Auch wenn niemand verschüttet wurde.

Appell der Polizei

Wie sich aber dann herausstellte, hatte ein Snowboarder (29) gegen 11 Uhr die Lawine ausgelöst. Da der Schwede weder verletzt noch verschüttet wurde, setzte er seinen Weg fort, ohne den Lawinenabgang zu melden. Erst als der Mann den Hubschraubereinsatz bemerkte, teilte er der Leitstelle mit, dass er die Lawine ausgelöst habe und niemand verschüttet worden sei.

Auch erster Vorfall endete glimpflich
Bereits kurz vor 11 Uhr wurde eine erste Lawine in den Stubaier Alpen gemeldet. In Längenfeld wurden oberhalb der bekannten Amberger Hütte zwei Skitourengeher (60 und 58) aus Deutschland rund 50 bis 100 Meter mitgerissen und teilverschüttet. Ein Notruf wurde abgesetzt und die Leitstelle alarmiert. Der 60-Jährige wurde laut Polizei leicht verletzt, konnte aber noch selbstständig zur Amberger Hütte absteigen. Sein Kollege kam mit dem Schrecken davon und blieb – wie zwei andere Begleiter – unverletzt.

Die Alpinisten setzten zwar den Notruf ab, ein Sucheinsatz war jedoch nicht notwendig. Die Lawine wurde im Sulztal auf der Skitour auf der Kuhscheibe ausgelöst. 

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Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke sowie frische Lawinen sind Alarmzeichen und weisen auf die Gefahr hin.

Lawinenreport des Landes Tirol

Große Lawinengefahr in Tirol
Auch der Lawinenreport des Landes Tirol bestätigt aktuell die gefährliche Lage in den Tiroler Bergen. In weiten Teilen herrscht am Samstag Gefahrenstufe 3 (von 5). So etwa im Alpenhauptkamm oder in weiten Teilen Osttirols.

Heikle Lawinensituation
Vor allem abseits der gesicherten Pisten sei die Lawinensituation heikel. Der Neuschnee sowie vorhandene Triebschneeansammlungen überlagern oberhalb der Waldgrenze eine schwache Altschneedecke.

Die Schneedeckenstabilität ist somit schlecht, die Gefahrenstellen, etwa Rinnen, Mulden oder Geländekanten, sind zu beachten. „Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke sowie frische Lawinen sind Alarmzeichen und weisen auf die Gefahr hin“, heißt es im Lawinenreport.

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