„Nicht provokativ“

US-Sondergesandter: So könnte Grönland-Deal werden

Außenpolitik
29.01.2026 19:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der US-Sondergesandte für Grönland, Jeff Landry, hat sich zu Eckpunkten eines möglichen Abkommens mit Dänemark geäußert. Es würde den Einsatz fortschrittlicher Raketenabwehrsysteme wie „Golden Dome“ erleichtern und den feindlichen Einfluss Chinas und Russlands zurückdrängen, sagte Landry.

Die Maßnahmen seien „nicht provokativ, sondern präventiv“. Sie würden sicherstellen, dass die Vereinigten Staaten und nicht ihre Gegnerinnen und Gegner „auf Dauer die Regeln in einer der strategisch wichtigsten Regionen der Welt festlegen“. „Das Abkommen baut auf den Verteidigungsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark aus den Jahren 1941 und 1951 auf und würde die Sicherheit der USA, der NATO und Grönlands stärken sowie die langjährigen transatlantischen Verteidigungsverpflichtungen bekräftigen“, sagte der Grönland-Sondergesandte weiter.

Durch das Abkommen von 1951 haben die Vereinigten Staaten bereits jetzt großen militärischen Spielraum auf der Arktisinsel. Sie betreiben derzeit aber nur noch eine Militärbasis, die Pituffik Space Base im Nordwesten der Insel. Die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Grönland zu annektieren, hatten in den vergangenen Wochen zu Verwerfungen zwischen Dänemark, zu dem die Insel gehört, und den USA geführt. EU-Länder wie Deutschland und Frankreich hatten sich in dem Konflikt hinter Grönland und Dänemark gestellt.

Rasmussen: „Situation nicht gelöst“
Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos hatte Trump dann überraschend erklärt, dass er keine gewaltsame Lösung anstrebe und eine Vereinbarung über die Insel mit NATO-Chef Mark Rutte getroffen habe. Dänemarks Außenminister Lars Lökke Rasmussen hat sich seither mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Vereinigten Staaten getroffen. „Es ist nicht so, dass die Probleme gelöst wären, aber es ist gut“, sagte er. Die Lage sei eskaliert, „aber jetzt sind wir wieder auf dem richtigen Weg“. Weitere Treffen seien geplant. Rasmussen ist laut eigener Aussage „optimistischer als noch vor einer Woche“.

Man teile die Sicherheitsbedenken der Vereinigten Staaten hinsichtlich der Arktis. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen sprach sich zuletzt für eine verstärkte militärische Zusammenarbeit mit den USA aus, eine Abtretung von grönländischem Territorium schloss sie aber kategorisch aus. Beobachterinnen und Beobachter gehen davon aus, dass die NATO ihre Aktivitäten in der Arktis verstärken wird und ein Verteidigungsabkommen zwischen Dänemark und den USA über die Stationierung von US-Streitkräften neu verhandelt werden könnte.

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