Kinder geschädigt

Britischer Arzt verpfuschte fast 100 Behandlungen

Ausland
29.01.2026 18:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Großbritannien schockiert ein Untersuchungsbericht über die Behandlungen eines Arztes derzeit die Öffentlichkeit: Der Mann soll mit seiner Arbeit bei 94 jungen Patientinnen und Patienten teils schwere Schäden verursacht haben, etwa durch „falsch platzierte Implantate“.

Die Vorfälle hatten sich zwischen 2017 und 2022 ereignet. Der Arzt war auf Beinverlängerungen und rekonstruktive Eingriffe bei Kindern mit komplexen Krankheitsbildern spezialisiert. Ein zum Zeitpunkt der Behandlung Zwölfjähriger sprach von einer „traumatischen Erfahrung“ und „entsetzlichen Schmerzen“. Fachleute stellten in einer Untersuchung jetzt bei 19 Patientinnen und Patienten leichte Folgeschäden, bei 39 mittlere und bei 36 schwere Schäden fest. Insgesamt wurden die Fälle aller 789 Patientinnen und Patienten des Arztes unter die Lupe genommen.

Die Schäden lassen sich laut dem Bericht unter anderem auf „mangelhafte Operationsplanung“ und „falsch platzierte Implantate“ zurückführen. Laut britischen Medien wird noch geprüft, ob eine polizeiliche Untersuchung folgen wird. Der Arzt lebt inzwischen nicht mehr in Großbritannien. 

Einem britischen Arzt wird vorgeworfen, bei fast 100 Kindern gepfuscht zu haben (Symbolbild).
Einem britischen Arzt wird vorgeworfen, bei fast 100 Kindern gepfuscht zu haben (Symbolbild).(Bild: AFP/JUSTIN TALLIS)

„Wir sind zutiefst betroffen und entschuldigen uns aufrichtig bei allen Patientinnen und Patienten sowie ihren Familien“, sagte der Geschäftsführer des betroffenen Kinderkrankenhauses. Innerhalb des orthopädischen Dienstes sowie des gesamten Krankenhauses seien wesentliche Veränderungen vorgenommen worden, „um das Risiko zu minimieren, dass sich ein solcher Vorfall wiederholt“.

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