Wieder Kündigungswelle

Dunkle Wolken über der steirischen Wirtschaft

Steiermark
29.01.2026 19:00

Die nächste Kündigungswelle bei AVL in Graz lässt die Alarmglocken schrillen. Die steirische ÖVP schlägt indes Pflöcke für ihren heurigen Wirtschaftsschwerpunkt ein.

Dass der Grazer Technologiekonzern AVL nach einer ersten Kündigungswelle im Vorjahr nun weitere 350 Stellen abbauen muss (wir haben berichtet), steht beispielhaft für die Krise in der heimischen Industrie. Alleine in der Autozulieferer-Branche wurden im Vorjahr 2800 Stellen abgebaut, rechnet das steirische AMS vor.

ÖVP will sieben Handlungsfelder bearbeiten
Die aktuelle Hiobsbotschaft von AVL wurde just zwei Tage vor dem Wirtschaftsforum der steirischen ÖVP am Donnerstag publik – das verleiht der Veranstaltung des schwarzen Landtagsklubs zwar durchaus aktuelle Brisanz, auf die man aber wohl lieber verzichtet hätte. „Der Standort Steiermark steht unter Druck“, sagte Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom bei ihrer Rede in der Grazer Helmut-List-Halle. Die ÖVP will 2026 den politischen Schwerpunkt auf die Wirtschaft legen.

Steirische ÖVP lud zum Wirtschaftsforum (v. l.): Ökonom Christian Helmenstein mit ...
Steirische ÖVP lud zum Wirtschaftsforum (v. l.): Ökonom Christian Helmenstein mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und Klubobmann Lukas Schnitzer(Bild: STVP/Michaela Lorber)

Dazu stellte Khom sieben Handlungsfelder vor. Erster Punkt: Energie. Man bekennt sich weiterhin zur Energiewende, das neue Sachprogramm Wind soll bald vorliegen, jenes für Photovoltaik heuer überarbeitet werden. Einen starken Fokus wollen die Landesschwarzen auch auf Internationalisierung legen. Neben der Bearbeitung globaler Märkte wie Indien oder Dubai will man auch die zerrütteten Beziehungen zu Slowenien wieder kitten.

Landes-Anteile am Grazer Flughafen
In puncto Infrastruktur steht neben dem Straßenausbau auch der Grazer Airport im Fokus. „Ich will, dass das Land Steiermark wieder Anteile am Flughafen hat“, erneuerte Manuela Khom ein ÖVP-Ansinnen. Ein Handlungsfeld dreht sich um „digitale Souveränität“. Die Steiermark soll bei künstlicher Intelligenz (KI) führende Technologieregion Österreichs werden. 

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