Im Linzer Bergschlösslpark kämpfen Aktivisten seit zwei Monaten für die Erhaltung alter Baumriesen. Diese sollen nämlich Tunnel- und Kanalarbeiten für den Westringtunnel zum Opfer fallen. Während der Druck seitens der Behörden zunimmt, findet am vierten Februar eine Gerichtsverhandlung statt.
Seit fast genau zwei Monaten harren hartnäckige Umweltschützer trotz teils zweistelliger Minusgrade in einem Zelt im Linzer Bergschlösslpark aus. Damit wollen sie die Rodung der fast 150 Jahre alten Baumriesen verhindern. Direkt unter dem Zelt war nämlich – wie berichtet – der Bohrkopf stecken geblieben. Um diesen zu befreien, müsste eine rund 17 Meter tiefe Baugrube her – die den historischen Park in eine Schotterwüste verwandeln würde. Doch die Aktivisten fürchten noch Schlimmeres: Aufgrund der schwierigen Bedingungen könnte der Tunnel bzw. die notwendige Kanalverlegung auch offen – also von oben – fertiggestellt werden müssen. Das wäre ein beträchtlicher Einschnitt.
Stau noch verschlimmern?
Laut den Umweltschützern soll das „unzeitgemäße Bauprojekt“ neben „horrenden Kosten“ bis zu 325 Prozent mehr Fahrzeuge in die Kärntner- und Waldeggstraße bringen, was die tägliche Stausituation in der Landeshauptstadt noch deutlich verschärfen würde.
Kommt Volksbefragung doch?
Während sich die Aktivisten immer größerem Druck durch die Polizei ausgesetzt sehen, wird am 4. Februar am Landesverwaltungsgericht ein Einspruch gegen die abgelehnte Volksbefragung „Ja! zum Grüngürtel“ verhandelt – vielleicht könnte sie doch noch stattfinden.
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