Zahlen aktuell hoch

Gewalt gegen Frauen: Neues Haus für Opfer

Oberösterreich
28.01.2026 16:30
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Im Unteren Mühlviertel soll bis Anfang 2027 eine Einrichtung für von Gewalt betroffene Frauen entstehen. Traditionell steigen nach Silvester die Zahlen der Opfer stark an. In den ersten zwei Wochen des heurigen Jahres gab es bereits 96 Betretungs- und Annäherungsverbote.

Als eine der „hässlichsten Seiten unserer Gesellschaft“ bezeichnet LH-Vize Christine Haberlander anlässlich des Spatenstiches für das Frauenhaus „Unteres Mühlviertel“ jegliche Gewalt an Frauen. Das geplante zweigeschossige Haus soll Anfang 2027 fertiggestellt werden und 18 Wohnplätze – sechs davon für Frauen und zwölf für Kinder – bereitstellen.

Im Schnitt drei bis vier Monate betreut
Insgesamt sollen dann künftig in unserem Bundesland 163 Plätze für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder zur Verfügung stehen. Aktuelle Belegszahlen aus den bereits jetzt in Betrieb stehenden sechs Frauenhäusern in Oberösterreich zeigen, dass eine Aufstockung der Ressourcen leider notwendig ist. „Es zieht sich bereits über den gesamten Herbst, dass nur mehr Notzimmer frei sind. Im Schnitt sind die Frauen drei bis vier Monate bei uns. Wir haben auch ganz viele Betroffene mit drei oder vier Kindern, die bei uns Hilfe suchen“, erklärt Karin Raab, Leiterin vom Frauenhaus in Linz.

LH-Vize Christine Haberlander (2. von links) beim Spatenstich für ein neues Frauenhaus.
LH-Vize Christine Haberlander (2. von links) beim Spatenstich für ein neues Frauenhaus.(Bild: Land OÖ/Daniel Kauder)

Scheinbarer Frieden wird gewährt
Maximal bis zu einem Jahr kommen Gewaltopfer in einem Frauenhaus unter, können sich unter Schutz eine „gewaltfreie Existenz aufbauen“. Dass vor allem zu Beginn des Jahres die Plätze benötigt werden, ist traurige Tradition.

„In der Regel ist nach Silvester der Zulauf größer. Weihnachten wird selten die Polizei gerufen und der scheinbare Frieden gewahrt“, erklärt Eva Schuh vom Gewaltschutzzentrum OÖ. In den ersten beiden Wochen des Jahres gab es bereits 96 Betretungs- und Annäherungsverbote – vergangenes Jahr waren es insgesamt 2423. 60 Prozent der Betroffenen sind zwischen 22 und 50 Jahre alt.

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