Weltstar Piotr Beczała kehrte für ein Konzert nach Linz zurück: Bei „Great Voices“ im Musiktheater erhob einer der strahlendsten Tenöre unserer Zeit seine Stimme – mit einer Aura, die den Saal elektrisierte. Ein Abend, der Opernliebhaber reich beschenkte und den Star an seine musikalischen Wurzeln erinnerte.
Wenn einer der bedeutendsten Tenöre unserer Zeit an jenen Ort zurückkehrt, an dem seine internationale Laufbahn im Landestheater einst ihren Anfang nahm, liegt über dem Abend von vornherein eine besondere Spannung. Wie gern erinnern wir uns daran, dass er einst auch im Linzer Dom Schuberts Es-Dur Messe gesungen hat!
Große Fangemeinde im Musiktheater
Das Galakonzert der Abo-Reihe „Great Voices“ im Großen Saal des Musiktheaters Linz wurde so zu mehr als einem hochkarätigen Opernabend: Es wurde zu einem musikalischen Wiedersehen voller Emotion, getragen von Piotr Beczała und dem Bruckner Orchester Linz unter der souveränen Leitung von Marco Boemi.
Voll Strahlkraft und Wärme
Bereits mit Verdis „Forse la soglia attinse“ aus Un ballo in maschera machte Beczała deutlich, warum er seit Jahren zu den führenden lyrischen Tenören unserer Zeit zählt. Seine Stimme besitzt nach wie vor jene unverwechselbare Mischung aus Strahlkraft, Eleganz und Wärme, die auch in den großen Häusern der Welt begeistert.
Das Bruckner Orchester Linz erwies sich dabei einmal mehr als idealer Partner. Besonders überzeugend war das Zusammenspiel in den Verdi-Arien.
Nach der Pause zeigte Beczała dramatische Präsenz in Mascagnis „Cavalleria rusticana“ ohne seine lyrischen Wurzeln zu verleugnen. „Vesti la giubba“ aus Leoncavallos „I pagliacci“ wurde nicht als bloße Effektarie dargeboten, sondern als psychologisch durchdrungene Szene, in der Schmerz und Resignation gleichermaßen spürbar wurden.
Ein unvergesslicher Abend
Den glanzvollen Abschluss bildete schließlich Giordanos „Un dì all’azzurro spazio“ aus Andrea Chénier: ein Höhepunkt an vokaler Strahlkraft, getragen von sicherem Höhenregister und nobler Emphase, der das Publikum zu begeistertem Applaus hinriss.
Dieses Galakonzert war kein bloßes Abspulen großer Opernhits, sondern ein sorgfältig gestalteter Abend, der künstlerische Herkunft, internationale Erfahrung und persönliche Handschrift miteinander verband. Piotr Beczała zeigte sich als Sänger auf dem Höhepunkt seiner Reife – technisch souverän, stilistisch differenziert und emotional glaubwürdig.
Beczała bedankte sich mit zwei Zugaben, die den Abend nochmals verdichteten und emotional aufluden. Das Publikum dankte es mit stehenden Ovationen. Der Arienabend „Great Voices“ erwies sich damit nicht nur als glanzvolles Galakonzert, sondern als künstlerisch durchdachte Rückkehr eines Weltstars an seine musikalischen Wurzeln – persönlich und souverän.
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