Im Bergschlössl-Park

Baum-Aktivist wurde auf Baustelle festgenommen

Oberösterreich
19.01.2026 19:30

Im Linzer Bergschlösslpark wurden umstrittene Baumfällungen fortgesetzt, um den feststeckenden Bohrkern befreien zu können, damit die Bauarbeiten für den Westringtunnel fortfahren können. Dabei wurde ein Aktivist von der Polizei festgenommen. Das Protest-Camp bleibt aber weiter bestehen.

Um 7 Uhr früh sind die Baufirma und circa zwei Dutzend Polizisten aufgetaucht, damit die letzten Bäume, die noch in Richtung Waldeggspinne am Hang gestanden sind, gefällt werden“, sagt Lenard Z. (22), der seit Wochen einer jener Aktivisten ist, die sich ständig im Camp der A 26-Gegner im Linzer Bergschlösslpark aufhalten. Gegen 10 Uhr gab es dann eine Festnahme: Ein Aktivist (42) hatte sich anscheinend vor ein retour fahrendes Baufahrzeug gestellt. Laut seinen Camp-Kollegen wurde er daraufhin von den Polizeibeamten „zur Seite gezerrt und zu Boden gebracht“.

Drei der Aktivisten in ihrem Camp im Bergschlösslpark
Drei der Aktivisten in ihrem Camp im Bergschlösslpark(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)

Festnahme, weil aggressiv
„Es war eine brutale Festnahme. Er lag schon auf dem Boden und hat geschrien: ,Ihr verdreht’s mir das Handgelenk!’“, so eine der Gegnerinnen: „Das war unverhältnismäßig brutal. Es waren so viele Polizisten dort. Da hätte ja jeder zupacken und ihn sanft abtransportieren können.“ Bei der Polizei sorgen diese pädagogisch einfühlsamen Einsatz-Tipps für Stirnrunzeln: „Der Aktivist wurde festgenommen, weil er sich sehr aggressiv verhalten hat und trotz mehrmaliger Abmahnung nicht aufgehört hat. Aggressives Verhalten ist nebenbei auch ein Delikt“, betont Polizeisprecher Michael Babl.

In dem weißen Partyzelt wurden mehrere Schlafzelte aufgestellt
In dem weißen Partyzelt wurden mehrere Schlafzelte aufgestellt(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)

Aktivisten trotzen der Kälte
Der Demonstrant hatte versucht, einen aus Sicherheitsgründen gesperrten Bereich zu betreten, in dem gerade Bäume gefällt wurden. Der 42-Jährige war bereits vor einigen Wochen wegen Randale im Camp erstmals festgenommen worden. Seitens der Asfinag nimmt man den Wirbel gelassen zur Kenntnis. Bisher würde das Protestcamp nichts an dem geplanten Baubeginn im Frühsommer ändern. Die A26-Gegner wollen weiter am Berg ausharren, nächtigen dort trotz Kälte.

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