Bei Deal mit China

Trump droht Kanada jetzt mit 100-Prozent-Zöllen

Außenpolitik
24.01.2026 16:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Kanada könnte von Donald Trump 100-Prozent-Zölle aufgebrummt bekommen. Der US-Präsident will damit verhindern, dass das Nachbarland eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China eingeht. Im Falle eines Deals würden die USA sofort einen 100-Prozent-Zollsatz auf alle kanadischen Waren verhängen.

Premierminister Mark Carney dürfe nicht glauben, dass er Kanada zu einem Umschlagplatz für China machen könne, stellte Trump auf seiner Plattform Truth Social klar.

Trump bezeichnet Carney als „Gouverneur“
Der US-Präsident bezeichnete Carney dabei abwertend als „Gouverneur“, also als eine Person, die einen US-Bundesstaat leitet. Trump hatte nach seinem Amtsantritt mehrmals öffentlich seine Absicht bekundet, Kanada zu einem US-Bundesstaat zu machen.

Kanada strebt nach mehr Unabhängigkeit von den USA
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatte Carney diese Woche eine viel beachtete Rede gehalten, in der er kleinere und mittlere Staaten dazu aufrief, sich der Willkür der großen Mächte entgegenzustellen, indem sie sich aus der Abhängigkeit von ihnen lösen. „Es ist nicht nur wirtschaftlich vernünftig, sich international zu diversifizieren. Es ist die materielle Grundlage einer aufrichtigen Außenpolitik“, betonte der frühere britische und kanadische Notenbankgouverneur. „Staaten erwerben das Recht auf eine grundsatztreue Haltung, wenn sie ihre Verletzlichkeit gegenüber Vergeltungsschlägen verringern.“

Annäherung zwischen Kanda und China
Unlängst war Carney nach Peking gereist und kündigte danach mehr Zusammenarbeit mit China an. Beide Seiten vereinbarten konkrete Schritte im Handel. Einer Mitteilung der kanadischen Regierung zufolge nahm Ottawa einen Teil seiner Zölle auf chinesische Elektroautos zurück. Im Gegenzug habe China zugesagt, Handelshemmnisse für kanadische Agrarprodukte wie Raps abzubauen. Auch im Grönland-Konflikt stellte sich Carney gegen die USA und machte klar, Dänemark bei einem militärischen Angriff im Rahmen der NATO-Beistandsverpflichtung beistehen zu wollen.

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