Viele Frauen freuen sich, wenn sie einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten. Doch nur rund die Hälfte aller befruchteten Eizellen überlebt bis zur Geburt. Forschende haben jetzt herausgefunden, woran das liegen könnte.
Jede siebte erkannte Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt. Noch viel mehr Schwangerschaften sind schon zu Ende, bevor die Frauen überhaupt merken, dass Leben in ihnen heranwächst. Ein Forschungsteam rund um Rajiv McCoy von der Johns Hopkins University in den USA hat eine mögliche Erklärung dafür gefunden: das Erbgut der Mutter.
Konkret geht es vor allem um die Gene, die dafür zuständig sind, die Chromosomenstruktur in Eizellen zu entwickeln. Wenn die Mutter eine genetische Variation der Gene hat, kann es sein, dass die Eizelle eine ungewöhnliche Anzahl an Chromosomen hat, heißt es in der im Fachjournal „Nature“ veröffentlichen Studie. Für ihre Studie untersuchten die Forschenden Daten von fast 140.000 künstlich befruchteten Embryonen.
Eine ungewöhnliche Anzahl an Chromosomen in der Eizelle führt dazu, dass dann auch der Embryo nicht die üblichen 46 Chromosomen hat. Mehr als die übliche Anzahl an Chromosomen haben zum Beispiel Menschen mit Trisomie-21 (Downsyndrom). Mit weniger als 46 Chromosomen sind Embryos allerdings kaum überlebensfähig – was oft zu Fehlgeburten führt.
Bisher wusste man schon: Je älter eine Frau bei der Schwangerschaft ist, umso öfter haben die Embyronen auch eine ungewöhnliche Anzahl an Chromosomen. Jetzt kommt noch dazu: Unabhängig vom Alter spielen auch die Gene der Mutter eine Rolle.
Obwohl es viele Faktoren gibt, die zu einer Fehlgeburt führen können, enden die meisten Schwangerschaften in einem Happy End. Je nach Studie kommen rund 95 Prozent der Babys kerngesund zur Welt.
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