Nach einer Attacke Russlands müssen Tausende Menschen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew frieren: Bei den Luftangriffen wurde die Energieversorgung ins Visier genommen – laut Bürgermeister Vitali Klitschko fiel in 5635 Wohngebäuden die Heizung aus. Die Tiefsttemperatur lag am Dienstag bei etwa minus 16 Grad Celsius.
Bei dem Großteil der Gebäude sei die Wärmeversorgung nach einem früheren Angriff vom 9. Jänner gerade erst wiederhergestellt worden. Zudem sei es zu Störungen bei der Strom- und Wasserversorgung gekommen. Russland setzte der ukrainischen Luftwaffe zufolge sowohl Raketen als auch Drohnen und Marschflugkörper bei der Attacke ein.
In der Region um die Hauptstadt Kiew wurde auch ein Mann getötet, wie Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk mitteilte. Zudem seien dort zwei Tankstellen beschädigt worden.
Vorläufigen Informationen nach gab es auch eine Verletzte bei dem Angriff. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine 59-jährige Frau. Neben Schäden bei Energieanlagen und Wohnhäusern traf es auch private Pkw. Mehrere Autos gingen durch herabfallende Drohnentrümmer in Flammen auf. Am linken Ufer des Dnipro sei zudem die Wasserversorgung ausgefallen, teilte Klitschko mit.
Notunterkünfte zum Aufwärmen eingerichtet
Für Kiew ist dies der schlimmste Winter seit Kriegsbeginn. Russland beschießt in seinem Krieg gegen die Ukraine systematisch das Energiesystem des Nachbarlands. Inzwischen ist das Netz so geschwächt, dass es täglich zu stundenlangen Stromausfällen kommt. Mehrere schwere Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt zu Beginn des Jahres und anhaltende starke Fröste verschärfen die Situation für viele Menschen. Die Behörden haben Notunterkünfte eingerichtet, in denen sich die Bürger aufwärmen, Wasser holen oder ihr Handy aufladen können.
Auch Odessa und Winnyzja von Moskau ins Visier genommen
Auch in der südlichen Schwarzmeer-Region Odessa wurde den Behörden zufolge eine Energieanlage beschädigt. In der Hafenstadt Tschornomorsk habe zudem eine Drohne ein mehrstöckiges Wohngebäude getroffen. Zu Opfern gab es zunächst keine Angaben. In der westlichen Region Winnyzja wurde demnach ebenfalls eine Anlage der kritischen Infrastruktur attackiert.
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