Michael Ballack spricht Klartext! Der frühere Teamkapitän der deutschen Nationalmannschaft erinnert sich in der Sky-Sendung „Meine Geschichte“ an seine Ausbootung – und ging deshalb mit dem ehemaligen Bundestrainer Joachim Löw und Kollegen Philipp Lahm hart ins Gericht.
„Ich hätte mir einfach eine offenere Kommunikation in der Sachen mit Jogi Löw gewünscht. Das gebietet zumindest der Respekt, das, was ich geleistet habe für die Nationalmannschaft, die zehn Jahre vorher, dass man es mir ins Gesicht sagt“, so Ballack, der angeblich mit Löw nie über die damalige Situation gesprochen habe.
Kurz vor der WM 2010 hatte sich Ballack als Chelsea-Kicker und DFB-Kapitän im englischen Pokal-Finale schwer verletzt. Es war das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere.
Der heute 49-Jährige: „Für mich war das zu dem Zeitpunkt einfach enttäuschend und ungerecht. Ich habe ein Gespräch eingefordert, aber Jogi Löw ist damals ausgewichen! Er wollte sich, glaube ich, auch eine Hintertür offenlassen. Also, er hat das immer wieder aufgeschoben!“
„Werte, die ich nicht vertrete!“
Und so war Ballacks Karriere nicht nur stillschweigend beendet, sondern auch Lahm neuer Kapitän. Was ihn daran gestört hat? Der damalige Bayern-Kicker sagte ganz offen, dass er die Binde nicht mehr abgeben wolle – und das zu einem Zeitpunkt, also noch gar nicht klar war, dass Ballack nicht mehr zurückkommen wird. Viele empfanden dies als offene Revolte gegen Ballack – und Löw äußerte sich erneut nicht dazu.
„Es war kein Alleingang von Philipp Lahm!“, so Ballack. „Das meinte ich mit ungerecht. Das sind Werte, die ich nicht vertrete! Man hat mir gar nicht die Chance gegeben, wieder hinzuzukommen!“
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