Umweltoffensive

Das weite Land „brennt“ für Wald-Ökowärme

Niederösterreich
19.01.2026 19:00

„Lodernde“ Nachfrage nach regionaler Naturwärme verzeichnet die EVN nicht nur in den derzeit klirrend kalten Winternächten! Entsprechend vorangetrieben wird der Ausbau mit zuletzt 31,7 Kilometer neuen Fernwärmeleitungen.

Parallel dazu investiert das Unternehmen in moderne Erzeugung: Biomasseanlagen in Baden, Pyhra und Waidhofen an der Thaya wurden erneuert, neue Anlagen in Himberg, Spillern errichtet. Das eben erst fertig gestellte Biomassekraftwerk St. Pölten gilt als Meilenstein für die weitere Dekarbonisierung der Landeshauptstadt.

Rund 30.000 Haushalte können mit umweltfreundlicher Wärme, weitere 15.000 mit Ökostrom versorgt werden. Stadtchef Matthias Stadler: „Wir wollen noch klimafitter werden und haben damit einen gewaltigen Schritt nach vorne getan!“

Wärme aus heimischen Wäldern
Allein mit den bestehenden Anlagen verwandelt die EVN derzeit rund drei Millionen Schüttraummeter regionales Waldhackgut in nachhaltige Wärme für ihre Kundinnen und Kunden. Ein Kreislauf, der nicht nur klimafreundlich ist, sondern auch die regionale Wertschöpfung stärkt: Vom Forstbetrieb über die Landwirtschaft bis zur Energieversorgung bleibt das Geld im Land.

Versorgungssicherheit im Fokus
Doch die Nachfrage steigt weiter – und darauf reagiert die EVN mit Weitblick. Um den künftigen Bedarf zuverlässig abdecken zu können, wird das Portfolio nachhaltiger Wärmequellen konsequent erweitert. Power-2-Heat-Anlagen, Großwärmepumpen und neue Speicherlösungen sollen künftig dann einspringen, wenn Strom aus erneuerbaren Quellen im Überfluss vorhanden ist. Ziel ist es, Wärme dort zu erzeugen, wo sie gebraucht wird – effizient und unabhängig von fossilen Importen.

EVN Geothermie Projektleiter Gregor Götzl, EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, ...
EVN Geothermie Projektleiter Gregor Götzl, EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz und EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag(Bild: EVN)

Tiefen-Geothermie als Gamechanger
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einem Zukunftsbereich mit enormem Potenzial: der Tiefen-Geothermie. Bis 2035 plant die EVN zwei Geothermie-Anlagen in der Thermenregion, das Investitionsvolumen beträgt rund 100 Millionen Euro. Schon 2026 beginnt mit Informationsveranstaltungen und detaillierten geologischen Untersuchungen der Einstieg in diese neue Ära. Heißes Wasser aus mehreren tausend Metern Tiefe soll künftig konstant und wetterunabhängig Wärme liefern - ein entscheidender Schritt für die Energiezukunft des Landes.

Jahrzehntelange Erfahrung mit Erneuerbaren
Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN kein Neuland. Gerade im Wärmebereich spielt Nachhaltigkeit seit vielen Jahren eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit Partnern aus Landwirtschaft und Sägeindustrie betreibt das Unternehmen bereits rund 80 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich und Teilen Oberösterreichs. Damit werden heute schon rund 150.000 Haushalte zuverlässig versorgt.

Breiter Energiemix für morgen
Aktuell stammen etwa zwei Drittel der kommunalen Fernwärme aus Biomasse. Doch dabei soll es nicht bleiben. Die EVN arbeitet intensiv an weiteren Technologien wie Solarthermie, Power-to-Heat und der Tiefen-Geothermie, um die Wärmeversorgung noch robuster aufzustellen. Das Ziel ist klar: eine leistbare, sichere und klimafitte Wärmeversorgung – aus der Region, für die Region.

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