Anschlag von München
Terrorverdächtiger zeigte jetzt Islamisten-Geste
In München hat der Prozess gegen den Afghanen begonnen, der während einer Demonstration in eine Menschengruppe gefahren sein soll (siehe Video oben). Der 25-Jährige verweigerte bisher Aussagen zu seiner Person und zur Tat, zeigte aber eine Geste, die als Erkennungszeichen unter Islamistinnen und Islamisten gilt.
Er hob für die Kameras den rechten Zeigefinger nach oben, eine verbreitete Geste, die den Glauben an den einen und einzigartigen Gott symbolisieren soll, und zuweilen auch als Erkennungszeichen unter Islamistinnen und Islamisten gilt. Dem Mann werden Terror, zweifacher Mord und 44-facher Mordversuch vorgeworfen.
Der Anschlag ereignete sich vor knapp einem Jahr, am 13. Februar 2025. Der Afghane habe sein „Auto ungebremst in die Menschenmenge, in das Ende des Demonstrationszugs“ gefahren, sagte jetzt ein Polizist vor Gericht. Die Fahrtrichtung sei „kerzengerade und zielgerichtet“ gewesen. „Er war sehr ruhig“, sagte der Polizist über den 25-Jährigen weiter aus. Er habe „bewusstseinsgetrübt“ gewirkt, sein Blick sei „einfach starr ins Leere ausgerichtet“ gewesen. Der Angeklagte wurde direkt nach der Tat festgenommen.
Kind (2) ums Leben gekommen
Bei dem Auto-Anschlag auf die Demonstration der Gewerkschaft Verdi kamen eine Mutter und ihre erst zwei Jahre alte Tochter ums Leben. 44 weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. Er habe noch versucht, der Mutter zu helfen, sagte der Polizist vor dem Oberlandesgericht München. Die Frau sei zunächst noch ansprechbar, aber sehr schwer am Kopf verletzt gewesen. Von dem Kind habe er kein Lebenszeichen mehr wahrnehmen können. Der Kinderwagen sei „dem Erdboden gleich“ gewesen.
Um den Tathergang zu rekonstruieren, sollen zunächst Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte vor Gericht aussagen. Anschließend sollen Betroffene gehört werden. Verhandlungstermine sind bis in den Sommer hinein angesetzt, das Urteil könnte am 25. Juni gefällt werden.









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