Mehrere Verhaftungen
Moskau: Polizei sprengt Party auf Mega-Schneehügel
Russland wird aktuell von gewaltigen Schneemassen heimgesucht. Während in der Region Petropawlowsk-Kamtschatski nach tödlichen Vorfällen die Menschen von der Nationalgarde in Gefangenentransportern evakuiert werden, griff die Polizei in der Hauptstadt Moskau bei einer Party auf einer meterhohen Schneedüne durch.
Seit über einem Monat wechseln sich in der Region Petropawlowsk-Kamtschatski eine Reihe von Zyklonen ab: Allein für den vergangenen Dienstag sei die Hälfte der monatlichen Norm an Niederschlag gemeldet worden, heißt es vom meteorologischen Dienst. Die Regierung musste daher den Ausnahmezustand verhängen.
Russischen Medienberichten zufolge stehen die öffentlichen Verkehrsmittel still, die Personen müssten von Gefängnisbussen der gefürchteten Nationalgarde weggebracht werden. Manche Häuser seien derart eingeschneit, dass die Bewohner es ohne externe Hilfe nicht nach draußen schaffen würden. Mindestens zwei Menschen sollen bereits von Dachlawinen getötet worden sein.
Aufregung rund um Moskauer Schneehaufen
In der Metropole Moskau sorgte indes die berühmte „Mijusskaja Schneedüne“ für Wirbel. Dabei handelt es sich um einen riesigen Schneeberg auf dem Mijusskaja-Platz, der aufgrund logistischer Besonderheiten an schneereichen Wintern entsteht. Für die Moskauer ist dieser mittlerweile zu einer Attraktion geworden. Neben dem bereits oben genannten Namen wurden dem Haufen mehrere Fan-Accounts auf Social Media und sogar ein Cocktail gewidmet.
Heuer sorgte die Schneedüne laut russischen Medienberichten für einen außergewöhnlichen Rodelspaß samt Schneeballschlachten. Fotos seien geschossen worden, sogar bekannte Persönlichkeiten hätten vorbeigeschaut. Ein abruptes Ende nahm die Aufregung, als dort am Abend eine Party veranstaltet wurde. Lautsprecher, Mikrofone und Gitarren seien auf den Berg geschleppt worden, berichtet der Telegram-Kanal „Ostoroschno, nowosti“. Man habe gesungen und getanzt.
Polizisten kamen mit Maschinengewehr
Eine halbe Stunde später seien verärgerte Polizisten eingetroffen. Sie sollen demnach die Menge unwirsch aufgefordert haben, nach Hause zu gehen. Auch zu Verhaftungen sei es gekommen, schreibt das Exilmedium Medusa unter Berufung auf vorliegende Chats. Eine Betroffene berichtete, sie sei in ein Polizeiauto gezerrt worden und man habe ihr den Pass entzogen. Für sie eine sehr bedrohliche Erfahrung – denn die Beamten seien mit Maschinengewehren bewaffnet gewesen.








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