Autofahrer in Mödling dürfen sich freuen – vorerst zumindest. Denn die Stadtregierung macht bei der Parkraumbewirtschaftung einen Rückzieher. Die geplanten Grünen Zonen kommen jetzt doch nicht. Dennoch greift man den Autolenkern künftig tiefer in die Tasche!
Bereits seit dem Herbst des Vorjahres ließ der Plan der rot-grünen Rathaus-Koalition in Mödling die Wogen hochgehen: In Grünen Zonen sollte nahezu im gesamten Stadtgebiet fürs Parken abkassiert werden. Nach heftigen Protesten der anderen Fraktionen, der Bevölkerung und der Nachbarorte, die eine Verdrängung der Autofahrer befürchteten, wird jetzt die Notbremse gezogen: Die Grünen Zonen kommen nicht – zumindest vorerst.
Parken wird dennoch teurer
Stattdessen wird die Blaue Zone – also die gebührenpflichtige Kurzparkzone im Bereich der Innenstadt – ausgeweitet. „Moderat“, wie die Stadträte Tim Pöchhacker (Grüne) und Stephan Schimanowa (SPÖ) versprechen. Anrainer können sich mittels Parkpickerl von der Gebühr „freikaufen“, haben aber freilich keine Garantie für einen freien Stellplatz.
Opposition gegen die Pläne
Die Opposition mit ÖVP, FPÖ und Bürgerliste begrüßt zwar das vorläufige Aus für die Grünen Zonen, lehnt aber die Erweiterung der Kurzparkzone ab. „Wir erteilen der Abzocke der Bürger eine klare Absage“, poltert Harald Thau (FPÖ), der die Proteste gegen die Grünen Zonen angeführt hatte.
Regelung wird „evaluiert“
In Kraft treten soll die Regelung knapp vor oder knapp nach den Sommerferien. Danach will man die Entwicklung der Parkplatznot im Auge behalten – und „evidenzbasiert“ reagieren. Im Klartext: Endgültig vom Tisch sind also die Grünen Zonen längerfristig doch nicht.
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