Spektakulärer Einbruch

500.000 Gegenstände werden auf Spuren untersucht

Ausland
14.01.2026 19:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ungefähr zwei Wochen nach dem spektakulären Einbruch in die Sparkasse in Gelsenkirchen sind weiter viele Fragen offen. Die Polizei hat wieder neue Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben (siehe Video oben). So sind die Täter offensichtlich durch eine manipulierte Fluchttür in das Gebäude gelangt.

Diese habe nämlich nicht von außen geöffnet werden können, teilte die Polizei mit. Durch die Manipulation habe sie nicht mehr richtig geschlossen, die Täter hätten ungehindert vom Parkhaus in das Gebäude gelangen können. Über das Parkhaus kamen sie in den Archivraum, dort bohrten sie mit einem Spezialbohrer ein Loch in die Wand. Zuletzt war spekuliert worden, ob die Gruppe Hilfe von einer Insiderin oder einem Insider hatte. Es gebe noch keinen konkreten Verdacht, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU). „Das Ding klären wir auf“, ist er überzeugt.

Daher müsse nun alles akribisch untersucht werden. Im Tresorraum und dem danebenliegenden Archivraum hätten nach dem Einbruch ungefähr 500.000 Gegenstände auf dem Boden gelegen. „Auf jedem dieser Gegenstände könnten relevante Spuren sein“, sagte Reul. Um ihre DNA zu verwischen, hatten die Täter laut der Polizei verschiedene chemische Flüssigkeiten eingesetzt. „Man denkt, man ist in einem Kinofilm, was Professionalität und Kaltschnäuzigkeit angeht“, sagte der deutsche Minister.

Die Täter könnten Hilfe von einer Insiderin oder einem Insider gehabt haben.
Die Täter könnten Hilfe von einer Insiderin oder einem Insider gehabt haben.(Bild: AFP/HANDOUT)

Unklar ist weiterhin, wie lange die Gruppe für ihren Millionen-Coup gebraucht hat. Der Aufbruch der Bankschließfächer hat laut den Ermittlungen am 27. Dezember um 10.45 Uhr begonnen, die letzte Öffnung eines Schließfachs wurde ungefähr vier Stunden später dokumentiert. Allerdings könnte die Technik die Daten nicht länger erfasst haben. Entdeckt wurde der Einbruch erst zwei Tage später, nachdem der Brandmelder losgegangen war. Geprüft wird nun, ob die Alarmanlage ausgeschaltet, kaputt oder manipuliert war.

10.000 Stunden Videomaterial
Gelsenkirchens Polizeipräsident sagte, dass bereits acht Terabyte an Daten zusammengekommen seien, darunter 10.000 Stunden Videomaterial aus Überwachungskameras. Wie berichtet, werden die Ermittlungen voraussichtlich noch mehrere Monate dauern. Vermutet wird, dass die Täter etwa 30 Millionen Euro erbeutet haben.

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