Sicherheitskonferenz

US-Vizepräsident Vance reist nicht nach München

Außenpolitik
15.01.2026 16:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Vizepräsident JD Vance wird doch nicht an der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar teilnehmen. Erst vor wenigen Tagen gab es Berichte, der Politiker würde auch dieses Jahr Teil der Veranstaltung sein. Eine offizielle Begründung für die Absage war zunächst nicht bekannt.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz (zunächst von 13. bis 15. Februar 2026) treffen sich jährlich hochrangige Militärs, Politikerinnen und Politiker sowie Fachleute, um über Sicherheitsthemen zu diskutieren und diplomatische Initiativen zu fördern. Es handelt sich um eines der weltweit wichtigsten Foren für sicherheitspolitische Debatten. Für die Vereinigten Staaten hat in der Vergangenheit häufig nicht der Präsident, sondern der Vizepräsident teilgenommen. Auch in diesem Jahr galt es als wahrscheinlich, dass Vance in die Hauptstadt Bayerns reisen wird.

Vor einem Jahr hatte der US-Politiker noch für einen Eklat in München gesorgt. Er warf Europas Regierungen vor, Inhalte auf sozialen Medien zu zensieren und Andersdenkende mundtot zu machen. Das müsse sich ändern, um ein gutes Verhältnis zu den Vereinigten Staaten zu haben. „Wenn Sie vor Ihren eigenen Wählern Angst haben, gibt es nichts, was Amerika für Sie tun kann (...)“, sagte Vance auf der Sicherheitskonferenz 2025 (siehe Video oben).

US-Vizepräsident JD Vance hat im Vorjahr den Ausschluss der AfD und des BSW kritisiert.
US-Vizepräsident JD Vance hat im Vorjahr den Ausschluss der AfD und des BSW kritisiert.(Bild: AFP/CAYLO SEALS)

Teilnahme von AfD umstritten
Er kritisierte zudem den Ausschluss der Alternative für Deutschland (AfD) und des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) von der Konferenz. Das Organisationsteam begründete diese Entscheidung damit, dass die Parteien nicht nach dem Prinzip „Frieden durch Dialog“ handeln würden. Grund dafür soll unter anderem gewesen sein, dass Abgeordnete den Bundestag verließen, als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Rede hielt. Der damalige Chef der Sicherheitskonferenz, Christopher Heusgen, sagte, dass er selbst nicht Ähnliches erleben wolle.

Dieses Jahr war die Teilnahme der rechtsextremen AfD wieder strittig. So hatte zum Beispiel die CSU einen Ausschluss gefordert, mit Kontakten nach Russland und China sowie einem möglichen Sicherheitsrisiko begründet. Der neue Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, erlaubte der Partei schließlich die Teilnahme. So könne sie nicht erneut behaupten, „Opfer von Diskriminierung“ zu sein und aus dem „politischen Leben in Deutschland ausgegrenzt und ausgeschlossen“ zu werden. Die Partei bestätigte bereits, nach München kommen zu wollen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung