Da hat Familienministerin Claudia Plakolm, die kurioserweise für den Wehrersatzdienst, also den Zivildienst zuständig ist, dieser Tage ihre Zivildienstbilanz präsentiert. Dabei konnte sie noch keine Auskunft geben, wie lange denn nun dieser Dienst angesichts der zu erwartenden Verlängerung des eigentlichen Wehrdienstes dauern sollte. Gegenwärtig sind es bekanntlich 9 Monate im Vergleich zu den derzeit 6 Monaten des Dienstes an der Waffe.
EINERSEITS ist es ja absolut logisch, dass der eigentliche Wehrdienst mit dem – aufgrund unserer Neutralität hoffentlich nur theoretischen – Risiko, als Soldat Leib und Leben für die Republik geben zu müssen, höher einzustufen ist als der zweifellos respektable Zivildienst. Und Letzterer aus diesem Grunde eben länger zu leisten ist.
ANDERERSEITS stellt es überhaupt eine merkwürdige Entwicklung dar, dass der Zivildienst, der ursprünglich ja nur in Ausnahmefällen genehmigt wurde, wenn ein Wehrpflichtiger glaubhaft aus Gewissensgründen den Gebrauch der Waffe verweigerte, nun so ohne Weiteres möglich ist.
Schon klar, die Zivildiener werden in der Pflege und in anderen Sozialbereichen dringendst gebraucht. Aber eigentlich gibt es in Österreich eben die Wehrpflicht, und zwar für alle – mit Ausnahme ausgewiesener Pazifisten. Und zur Lösung des Pflegeproblems sollte man vielleicht – alternativ zur Wehrpflicht – eine Dienstpflicht auch für Frauen einführen.
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