Das iranische Regime hat sich offenbar auf einen Nachfolger für den getöteten obersten Führer Ali Khamenei verständigt. Davon unbeeindruckt drohte US-Präsident Donald Trump dem neuen Anführer bereits unverhohlen mit dem Tode.
Ein Mitglied des iranischen Expertengremiums sagte am Samstagabend, man habe einen Kandidaten als neues geistliches Oberhaupt der Islamischen Republik ausgewählt. Es müssten aber noch einige Hürden bei dem Nachfolgeprozess ausgeräumt werden. Zudem verriet er, dass der Name „Khamenei“ erhalten bleiben werde, ohne den Namen des Kandidaten genau zu nennen.
Wird Khamenei-Sohn neuer Iran-Führer?
Beobachter hatten zuvor erklärt, der wahrscheinlichste Kandidat sei Mojtaba Khamenei. Er ist der Sohn des bisherigen geistlichen Oberhaupts, Ajatollah Ali Khamenei, der vor einer Woche bei Angriffen der USA und Israels auf den Iran getötet worden war.
Trump hatte Khameneis Sohn am Donnerstag bereits als „inakzeptabel“ genannt. „Wir wollen jemanden, der dem Iran Harmonie und Frieden bringt“, zitierte ihn die Plattform Axios.
Iran will keine Einmischung seitens der USA
Auch Irans Außenminister Abbas Araqchi nannte am Sonntag noch keinen Namen. Er verbat sich aber jegliches Mitspracherecht Washingtons in der Angelegenheit. „Wir erlauben niemandem, sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen“, sagte Araqchi dem US-Sender NBC.
Wir erlauben niemandem, sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen.
Irans Außenminister Abbas Araqchi
Trump droht
Trump warnte unterdessen den Iran, dass der neue Führer „nicht lange im Amt bleiben wird“, wenn dieser nicht seine Zustimmung habe. Trump wörtlich zu ABC News: „Wenn er unsere Zustimmung nicht erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben. Wir wollen sicherstellen, dass wir nicht alle zehn Jahre zurückkommen müssen.“
Wenn er unsere Zustimmung nicht erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben. Wir wollen sicherstellen, dass wir nicht alle zehn Jahre zurückkommen müssen.
Donald Trump
Zudem erteilte Trump erteilte Verhandlungen mit dem Iran eine Absage und drohte mit der Zerschlagung der gesamten Staatsführung und des Militärs. Angesichts der Luftangriffe auf die Islamische Republik könnte die Frage nach Diplomatie irrelevant werden, sagte er am Samstag (US-Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. „Irgendwann wird wohl niemand mehr übrig sein, der sagen könnte: ,Wir ergeben uns.‘“
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