Hat kubanische Wurzeln

Rubio: „Würde mir in Havanna Sorgen machen“

Außenpolitik
04.01.2026 19:46

Kurz nach dem Angriff auf Venezuela hat US-Präsident Donald Trump gleich den nächsten Ländern gedroht, allen voran Kuba und Kolumbien. Außenminister Marco Rubio bekräftigte das, obwohl er selbst kubanische Wurzeln hat. Seine Eltern wanderten 1956 während der Diktatur in die Vereinigten Staaten aus.

Rubios Vater arbeitete zunächst als Barkeeper, die Mutter als Zimmermädchen. Nach der Machtübernahme von Fidel Castro 1959 reisten die beiden wiederholt nach Kuba, um die Möglichkeit einer Rückkehr auszuloten, laut Marco Rubio ging das allerdings nicht mehr. Der US-Außenminister hat übrigens auch einen Bezug zu Kolumbien: Die Eltern seiner Ehefrau Miami Dolphines sind aus Kolumbien in die Vereinigten Staaten eingewandert.

Das alles dürfte seine Positionen aber nicht beeinflusst haben. Die Regierung in Kuba sei ein „riesiges Problem“, sagte Rubio am Sonntag. „Ich denke, es ist kein großes Geheimnis, dass wir keine großen Fans des kubanischen Regimes sind.“ Dieses habe schließlich Venezuelas nun entmachteten Staatschef Nicolás Maduro unterstützt. Er würde sich Sorgen machen, lebte er in Havanna und wäre Teil der Regierung.

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Ich denke, es ist kein großes Geheimnis, dass wir keine großen Fans des kubanischen Regimes sind.

US-Außenminister Marco Rubio

Kuba wird seit dem Sieg der Revolution 1959 autoritär regiert. Die Kommunistische Partei kontrolliert Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Andere Parteien sind auf der Karibikinsel nicht zugelassen. Laut Menschenrechtsaktivistinnen und Menschenrechtsaktivisten sind mehr als 1000 politische Gefangene in Haft. Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahren angespannt. Schritte zu einer vorsichtigen Annäherung unter US-Präsident Barack Obama hatte Trump wieder rückgängig gemacht.

Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel
Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel(Bild: AFP/APA/Frederico Parra)
Kolumbiens Präsident Gustavo Petro
Kolumbiens Präsident Gustavo Petro(Bild: APA/AP)

Was Trump an Kolumbien stört
Wie berichtet, richtete Trump am Samstag eine Warnung an den linksgerichteten kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro. Er wirft ihm wie Maduro vor, Drogen in die USA zu schmuggeln. Im 19. und 20. Jahrhundert mischten sich die Vereinigten Staaten mehrfach in die inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes ein, etwa bei der Niederschlagung von Rebellen und der Bekämpfung des Drogenhandels. In den 1980er-Jahren leitete das Weiße Haus in Zusammenarbeit mit der kolumbianischen Regierung verdeckte und polizeiliche Operationen, um den Drogenhandel einzudämmen.

In den meisten geopolitischen Auseinandersetzungen in der Vergangenheit war Kolumbien an der Seite der USA. Seit Trump im Amt ist, haben die Spannungen zwischen den beiden Ländern allerdings zugenommen. In den vergangenen Monaten gab es Streit um Abschiebungen, Zölle und Geheimdienste. Ende Oktober verhängte Trump Sanktionen gegen Petro, weil dieser ein „Gangster und übler Kerl“ sei.

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