Jüngstes Opfer erst 14

Crans-Montana: Über Hälfte der Toten identifiziert

Ausland
04.01.2026 11:08

Nach dem verheerenden Brand im Schweizer Skiort Crans-Montana sind nun 16 weitere Todesopfer identifiziert worden. Insgesamt ist damit nun die Identität von 24 der 40 Opfer bekannt. Viele der Toten waren minderjährig, die Jüngsten waren erst 14 Jahre alt, so die Polizei.

Unter den Opfern ist unter anderem eine 14-jährige Schweizerin, wie die Polizei im Kanton Wallis am Sonntag berichtete. Andere identifizierte Tote, etwa aus Italien, waren erst 16 Jahre alt, als die Brandkatastrophe in der Silvesternacht ihrem jungen Leben ein Ende setzte.

Opfer aus verschiedenen Ländern
Bei den Identifizierten handelt sich um insgesamt vier Schweizerinnen, sechs Schweizer, zwei Italiener sowie je einen italienisch-emiratischen, rumänischen, französischen und türkischen Staatsangehörigen. Das älteste identifizierte Brandopfer war 39 Jahre alt, teilte die Walliser Kantonspolizei am Sonntag mit. Bei den zuvor Identifizierten handelt es sich um vier Schweizerinnen und vier Schweizer im Alter zwischen 16 und 24 Jahren.

Großteil der Opfer waren Schweizerinnen und Schweizer
119 Personen erlitten überwiegend schwere Brandverletzungen. Sie konnten mit wenigen Ausnahmen formell identifiziert werden. Darunter sind 71 Schweizerinnen und Schweizer, 14 französische und elf italienische Staatsangehörige. Die Verletzten befinden sich in einer kritischen Phase: Bei sehr schweren Verbrennungen treten Symptome der Verbrennungskrankheit wie Organversagen erst nach 48 Stunden auf, wie Experten erläutern.

Schon 35 Patienten ins Ausland verlegt
35 Patientinnen und Patienten sind seit Freitag von Spitälern in der Schweiz in spezialisierte Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien verlegt worden. Sieben Personen konnten am Freitag und Samstag nach Belgien, weitere sieben Personen nach Deutschland, 15 Personen nach Frankreich und sechs Personen nach Italien verlegt werden, so das Bundesamt für Bevölkerungsschutz am Sonntag. Drei Patienten könnten voraussichtlich noch am Sonntag nach Italien und Frankreich transportiert werden. Für den Transport wurden Ambulanzflugzeuge und -helikopter mit Spezialistinnen und Spezialisten aus Italien, Frankreich, Rumänien und Luxemburg sowie der Rettungsflugwacht Rega eingesetzt. Im Rahmen des Katastrophenschutzmechanismus der EU (UCPM) boten noch zahlreiche weitere Länder ihre Unterstützung an.

Ermittlungen gegen Barbesitzer wegen fahrlässiger Tötung
Gegen die Betreiber des Lokals wurden Ermittlungen eingeleitet. Ihnen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen. Den Ermittlern zufolge wurde die Feuersbrunst offenbar durch Feuerwerksfontänen ausgelöst, die an Champagnerflaschen angebracht waren und zu nahe an die Zimmerdecke gehalten wurden. Außerdem ist unklar, ob es genügend Notausgänge gab.

Schweiz trauert am Freitag
Die Schweiz plant am 9. Jänner einen nationalen Trauertag und eine Gedenkfeier für die Opfer. Die Gemeinde legte online ein Kondolenzbuch auf. Als Erster schrieb darin Bundespräsident Guy Parmelin: „Allen trauernden Familien, allen Opfern sage ich erneut mit Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit: Ihr Leid ist auch unser Leid.“ Er werde an der Gedenkfeier in Crans-Montana teilnehmen. Zu Beginn der Trauerfeier in Crans-Montana sollen im ganzen Land die Kirchenglocken läuten, begleitet von einer landesweiten Schweigeminute, wie Parmelin weiter sagte.

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