Frischer Schnee freut die Kinder, nervt aber die Autofahrer und macht den Straßenarbeitern in den Räumfahrzeugen ordentlich Stress. Denn jeder will trotz Winter rechtzeitig im Büro sein, aber nicht früher wegfahren. Martin Katzenschläger, Leiter der Straßenmeisterei Perg in Oberösterreich, erklärt, warum es eben manchmal länger dauert.
Die alten Griechen hatten zwar vermutlich keine Schneeräumung, aber eine Sage, die gut beschreibt, wie sich diese Berufsgruppe bei starkem Schneefall vorkommt: Gemeint ist der Mythos vom König Sisyphos, der ständig einen Felsblock einen Berg hinaufrollen muss, der aber jedes Mal vor dem Gipfel wieder hinuntersaust.
Auch Martin Katzenschläger, Leiter der Straßenmeisterei Perg, kennt diesen ermüdenden Kampf gegen die Naturgewalten, selbst wenn’s nicht ewig dauert.
Wenn der Schneefall erst in den Morgenstunden richtig einsetzt, dann wird’s zur Herausforderung.

Straßenmeister Martin Katzenschläger, Standort Perg
Bild: Land OÖ
„Wir sind für 200 Kilometer Landes- und Bundesstraßen zuständig, haben aktuell fünf Räumfahrzeuge und einen Frächter, der für uns fährt, im Einsatz“, so Katzenschläger. „Normalerweise sind bei uns im Flachen eher Regen und Eisglätte das Problem. Am Freitag war’s so, dass es zwar in der Nacht nur einen Zentimeter Neuschnee gegeben hat, dafür der Schneefall aber dann in den Morgenstunden richtig eingesetzt hat. Und dann wird’s zur Herausforderung, die Straßen einigermaßen schneefrei zu bekommen.“
Wenn die Flocken schneller fallen, als das Räumfahrzeug kommt
Bei zweieinhalb bis drei Stunden Umlaufzeit pro Fahrtstrecke und einem Durchschnittstempo von 40 bis maximal 50 km/h bleibt im Wortsinn einiges an weißer Pracht liegen, bevor das Räumfahrzeug wieder auftaucht.
Es gibt selten Anrufe
Direkte Kritik aus der Bevölkerung gibt’s dennoch wenig, auch wenn viel gegrantelt wird, weiß Katzenschläger: „Die Leute rufen nur an, wenn die Einfahrt oder der Gehsteig nach unserer Vorbeifahrt voller Schnee ist.“
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