„Sind extrem genervt“

Nach Tunnelbrand droht eine neue Stau-Katastrophe

Salzburg
12.01.2026 06:00

Ein halbes Jahr nachdem gleich fünf Tunnel rund um Werfen (Salzburg) umfangreich saniert wurden, brannte es jetzt im Brentenbergtunnel. Wie lange die Reparaturen dauern werden, steht bisher nicht fest. Unter den Folgen leiden vor allem die Menschen in Pfarrwerfen ...

Rote Rücklichter so weit das Auge reicht, voran geht es im Schneckentempo – wenn überhaupt. Nach dem schweren Brand im Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn (A10), herrschte am Wochenende in Richtung Norden Stillstand. Der Stau reichte teils bis nach Eben zurück, der Zeitverlust betrug bis zu vier Stunden.

Wegen der Totalsperre des Tunnels müssen alle Fahrzeuge auf die Bundesstraße ausweichen. Wie lange noch, steht nicht fest.

Im Tunnel fielen Betonteile von der kaputten Decke
Beim Tunnel ist am Freitagabend ein 41-jähriger Lkw-Fahrer direkt vor dem Portal rechts von der Fahrbahn abgekommen und links gegen die Tunnelwand geschleudert. Dabei fing der Sattelzug Feuer, brannte lichterloh, Betonteile fielen von der Tunneldecke und legten das Metallskelett der Struktur darunter frei. Unter Einsatz ihres Lebens gelang es der Feuerwehr, den Brand zu löschen und den Lkw-Fahrer zu retten – die „Krone“ berichtete ausführlich.

 „Es ist extrem ärgerlich“, so Pfarrwerfens Bürgermeister Bernhard Weiß (ÖVP) über die aktuelle Situation. „Wir haben nach der Sanierung der Tunnelkette gerade mal ein halbes Jahr unsere Ruhe gehabt. Jetzt steht bei uns schon wieder alles still.“

Im Unterschied zu den Bauarbeiten in der Vergangenheit, gebe es derzeit keine Alternativen. „Die Leute müssen wegen der Autobahnsperre hier fahren.“

Der Lkw hatte Verpackungen geladen und brannte völlig aus.
Der Lkw hatte Verpackungen geladen und brannte völlig aus.(Bild: Markus Tschepp)

Das Stauthema ist im Ort jedenfalls in aller Munde und Gesprächsthema Nummer eins: „Die Leute sind extrem genervt“, weiß der Ortschef. Unter anderem deshalb, weil viele selbst bei Schnee auf „allen möglichen Güterwegen und Gemeindestraßen herumfahren“, um auszuweichen. Das sei nicht nur unangenehm, sondern teilweise auch gefährlich.

Noch guter Dinge ist hingegen Gollings Bürgermeister Martin Dietrich (SPÖ). Seine Gemeinde sei noch nicht vom Stau-Chaos betroffen. Details zur neuerlichen Sanierung habe er aber noch keine. Er hofft, dass die Auswirkungen dieses mal nicht so massiv werden.

Wie lange die Asfinag für die Sanierung der gut Hundert Meter des kaputten Tunnels braucht, steht noch nicht fest. Die Begutachtungen laufen.

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