„Frohes neues Jahr“

Video: Hier wird Maduro in Handschellen abgeführt

Ausland
04.01.2026 08:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem spektakulären Angriff der US-Streitkräfte auf Venezuela hat die die US-Regierung ein Video vom festgenommenen Präsidenten Nicolás Maduro veröffentlicht. Indes ist es ungewiss, wie es nun in Venezuela weitergeht.

Nach seiner Festnahme bei einem US-Militäreinsatz ist Maduro in einer Haftanstalt in New York angekommen. Einsatzkräfte hatten den links-autoritären Staatschef zuvor per Helikopter dorthin gebracht.

Maduro: „Gute Nacht ...“
Ein vom Weißen Haus auf X verbreitetes Video zeigt, wie der gestürzte Diktator in Handschellen und umrahmt von Beamten der US-Drogenpolizei DEA in einem Gang des Gebäudes abgeführt wird. Als Maduro an der Kamera vorbeigeführt wird, sagt er „Gute Nacht, frohes neues Jahr“ (siehe Posting unten).

Auch Trump veröffentlichte Foto von Maduro
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump ein Bild des gefangengenommenen Maduro veröffentlicht. Auf der Plattform Truth Social postete der 79-Jährige eine Abbildung, auf der Maduro gefesselt stehend in einem Jogginganzug mit verbundenen Augen und Kopfhörern zu sehen ist. „Nicolás Maduro an Bord der USS Iwo Jima“, schrieb Trump dazu.

Maduro wird „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ vorgeworfen
Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores waren am Samstag bei einem US-Militäreinsatz von Spezialeinheiten festgenommen und in die USA gebracht worden. Sie sitzen in einer Haftanstalt in New York. Ihm und seiner Frau werden unter anderem „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ sowie „Verschwörung zum Kokainimport“ vorgeworfen.

Ein Ex-Staatschef in Handschellen: Das Weiße Haus führte Nicolás Maduro in New York vor.
Ein Ex-Staatschef in Handschellen: Das Weiße Haus führte Nicolás Maduro in New York vor.(Bild: AFP)

Hier können Sie die Pressekonferenz von Donald Trump nachsehen:

Laut US-Medien soll Maduro in Kürze vor Gericht erscheinen. Bis dahin soll er im Stadtteil Brooklyn im Metropolitan Detention Center in Untersuchungshaft untergebracht werden, einer Haftanstalt der Bundesbehörden. 

Gericht setzt Venezuelas Vize-Präsidentin als Regierungschefin ein
Wie es nun in Venezuela weitergeht, ist ungewiss. Bei einer Pressekonferenz in seiner Wochenendresidenz Mar-a-Lago kündigte Trump an, dass die USA die Führung von Venezuela vorübergehend selbst übernehmen werden: „Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können.“ Venezuelas Oberster Gerichtshof ernannte inzwischen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur Interimspräsidentin. 

Delcy Rodríguez ist Stellvertreterin des gestürzten Diktators Maduro. Nun soll sie ...
Delcy Rodríguez ist Stellvertreterin des gestürzten Diktators Maduro. Nun soll sie geschäftsführend sein Amt ausüben, beschließt das Oberste Gericht Venezuelas.(Bild: AP/Ariana Cubillos)

Widerstand gegen US-Angriff angekündigt
Und die 56-jähgrige Juristin kündigte bereits entschlossenen Widerstand gegen den US-Angriff an. „Wir werden nie wieder Sklaven sein.“ Sie gilt als eine der loyalsten Figuren in Maduros Machtzentrum. Sie hatte als Außenministerin (2014 – 2017) den konfrontativen Kurs gegen die USA geprägt, den sie als Vizepräsidentin fortsetzte. Schon ihr Vater war ein linker Parteifunktionär, auch ihr Bruder Jorge Rodríguez bekleidete eine Reihe wichtiger Ämter in Maduros Regierung. Sie forderte nach dem US-Militäreinsatz die sofortige Freilassung von Maduro und seiner Ehefrau. „Es gibt nur einen Präsidenten in diesem Land und er heißt Nicolás Maduro Moros“, sagte Rodríguez umgeben von Ministern und Militärs bei einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates.

Trump: Absage an Friedensnobelpreisträgerin
Zugleich sorgte Trump für eine politische Überraschung, indem er eine Zusammenarbeit mit der führenden Oppositionsführerin Maria Corina Machado ausschloss.

Venezuelas führende Oppositionsführerin Maria Corina Machado
Venezuelas führende Oppositionsführerin Maria Corina Machado(Bild: AFP)

Machado, Friedensnobelpreisträgerin von 2025, habe „weder die Unterstützung noch den Respekt innerhalb des Landes“, sagte Trump. Die Äußerung löste umgehend Empörung bei Unterstützern Machados aus, die als aussichtsreichste Gegnerin Maduros galt.

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