Reformpartnerschaft

Kunasek erklärt: „Hätte mir mehr Tempo gewünscht“

Innenpolitik
04.01.2026 06:00

Nach seiner ersten Vorsitzführung bei der Landeshauptleute-Konferenz blickt der steirische FPÖ-Landeshauptmann Mario Kunasek in der „Krone“ auf seine Periode zurück. Tirols ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle übernimmt am Sonntag von Kunasek und will „Reformen aus der Sicht der Bürger denken“.

Die Stimme der Länder wechselt am Sonntag ihren Sprecher. Bei einem Festakt am Innsbrucker Landhausplatz übergibt der steirische FPÖ-Landeshauptmann das „Staffelholz“ des Vorsitzes der Landeshauptleute-Konferenz an sein Tiroler Pendant Anton Mattle. Es war Kunaseks erste, wohl nicht seine letzte Vorsitzführung – und doch gewiss eine, die ihm in Erinnerung bleiben wird. Die ersten Vorsitz-Wochen im Juni standen bekanntlich unter dem Eindruck des schrecklichen Amoklaufs von Graz. Ein eigens eingerichteter Beirat für Gewaltprävention befasste sich mit dem Thema Sicherheit an Schulen, Kunasek teilte die Erkenntnisse daraus mit den acht anderen Länderchefs.

Zähe Verhandlungen zu Stabilitätspakt
Inhaltlich im Vordergrund standen der Kampf gegen die Teuerung und der Appell an den Bund nach Maßnahmen, die das Leben leistbarer machen. Der Landeschef drängte im Rahmen der Reformpartnerschaft dabei immer wieder auf mehr Mut und Einsatz, um Österreich effizienter zu machen.

„In einigen Bereichen hätte ich mir mehr Tempo gewünscht“, verrät er der „Krone“. Spät, aber doch gab es zumindest beim Stabilitätspakt bekanntlich dann eine Einigung. Kunasek werde Druck für mehr Gerechtigkeit beim Verteilen des Steuerkuchens machen: „Die Steiermark braucht endlich einen fairen Finanzausgleich!“

Mattles Motto: „Bergauf für Österreich“
Ähnlich angehen will es nun auch der Tiroler ÖVP-Landeschef Mattle. Ihm gehe es darum, „Reformen aus dem Blick der Bürger zu denken“. Mattle, der – wie berichtet – als einziger Länderchef in seinem Budget keine neuen Schulden macht, will hier auch den Bund stärker in die Pflicht nehmen. Wie das konkret aussieht, zeigt sich spätestens bei der Landeshauptleute-Konferenz, die unter dem Motto „Bergauf für Österreich“ Mitte Juni Innsbruck stattfindet. 

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