Die Koralmbahn strahlt auch in den Alltag der Kärntner Pendler, Schüler und Studenten ab, denn ab Sonntag gelten in Kärnten die neuen Fahrpläne für den öffentlichen Verkehr.
Die ganze Aufmerksamkeit Kärntens, der Steiermark und ganz Österreichs liegt an diesem Wochenende auf dem Start der Koralmbahn mit vielen faszinierenden Fakten und Reisezeiten. Doch auch wenn 42 Minuten von Klagenfurt nach Graz die Bundesländer näher zusammenrücken lassen, hat das für den Alltag der meisten Kärntner wohl keine direkten Auswirkungen.
Ganz anders verhält es sich allerdings mit dem öffentlichen Verkehr, den tagtäglich Abertausende dazu nutzen, um zur Arbeit oder Ausbildung zu gelangen. Und hier wird die mobile Zeitenwende richtig spürbar, denn die Fahrpläne wurden völlig überarbeitet, sorgen ab Sonntag für mehr Verbindungen und kürzere Taktzeiten. „Für 99 Prozent der Fahrgäste wird das ausschließlich Vorteile bringen, ein paar müssen sich an die neuen Pläne anpassen“, erklärt ein Mitarbeiter der Kärntner Linien im Rahmen der eigenen Roadshow. „Leider kann man es nicht für alle perfekt hinbekommen.“
Lückenschluss durch flexible Angebote
Damit möglichst viele Kärntner vom Start der Koralmbahn dann auch wirklich profitieren können, reichen neue S-Bahn- und Busfahrpläne nicht aus. Mit den mehr als 20 Mio. Euro, die Kärnten in den öffentlichen Nahverkehr investiert hat, werden auch kompaktere Lösungen finanziert.
„Das Nahverkehrsangebot wird durch den Mikro-ÖV bis in die letzten Winkel des Bundeslandes reichen“, betont Landesvize Martin Gruber. „Für die Menschen entsteht hier etwas ganz Positives.“ Mikro-ÖV sind Mobilitätslösungen wie Shuttlebusse oder Ruftaxis, die entweder entlegene Dörfer und Höfe oder touristische Attraktionen mit dem größeren Bus- und S-Bahnliniennetz verbinden.
So viel kostet das Klimaticket für Kärnten auch im kommenden Jahr. In vielen anderen Bundesländern sind die Preise teils empfindlich gestiegen. Nur in Salzburg ist man günstiger unterwegs.
Konstanter Preis fürs Kärntner Klimaticket
Mit dem Kärntner Klimaticket kann das gesamte Angebot genutzt werden – für 430 Euro jährlich im Normalpreis. Und während in anderen Bundesländern die Preise teils kräftig erhöht wurden, gab es in Kärnten für 2026 keine Veränderung. „Damit hat Kärnten ab dem Jahreswechsel im Bundesländer-Vergleich nach Salzburg das zweitgünstigste Klimaticket“, bestätigt Michael Schwendinger vom Verkehrsclub Österreich. Am meisten zahlen Kunden mit 703 Euro übrigens in Oberösterreich, am wenigsten eben in Salzburg mit 399 Euro.
Einziger Wermutstropfen: Auf eine Lösung für die Fahrt durch den Koralmtunnel müssen wir wohl noch warten. Denn selbst Inhaber von Klimatickets beider Bundesländer müssen dafür einen Aufpreis zahlen. Zumindest in Kärnten klappt die Zeitenwende der Mobilität, bietet eine Alternative zum Auto. Alle geänderten Fahrpläne für Ihre Region finden Sie auf wir-verbinden.at/fahrplanwechsel
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