Italienisches essen ist jetzt offiziell Kulturerbe der Menschheit: Die UNESCO hat die italienische Küche in ihre Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit reiht sich die Gastronomie des Landes neben der französischen Gourmetküche ein – und sorgt in Rom für Begeisterung bei Politik und Tourismus.
„Die italienische Küche ist unser eindrucksvollster Botschafter“, erklärte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einer Videobotschaft. „Sie begleitet den Tourismus, bereichert das kulturelle Angebot Italiens und verkündet weltweit den Wunsch, an vielen Orten präsent zu sein, die Italien zu einer Gemeinschaft machen.“ Meloni dankte allen Italienern im In- und Ausland für ihr Engagement, die kulinarische Tradition lebendig zu halten.
„Volk, das sein Wissen bewahrt“
Auch Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida würdigte die Entscheidung: „Es ist die Geschichte eines Volkes, das sein Wissen bewahrt und es von Generation zu Generation in Spitzenleistung verwandelt hat.“ Die Anerkennung soll nicht nur das nationale Selbstbewusstsein stärken, sondern auch den Wert italienischer Produkte, Regionen und Produktionsketten erhöhen.
Pfeiler für den Tourismus
Tourismusministerin Daniela Santanchè hob die wirtschaftliche Dimension hervor: „Die kulinarische Tradition ist lebendig und authentisch geblieben, weil wir den Wissenstransfer praktischer und handwerklicher Fähigkeiten zwischen den Generationen gesichert haben – vom häuslichen Kochen bis zur gehobenen Gastronomie.“
Die italienische Gastronomie ist bereits ein zentraler Pfeiler der Tourismusindustrie und erzielte 2024 einen Umsatz von über 40 Milliarden Euro, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Weitere Kulturgüter aufgenommen
Neben der italienischen Küche wurden auch andere Kulturgüter neu in die UNESCO-Liste aufgenommen: der venezolanische Tanz Joropo und das hinduistische Lichterfest Diwali. Ein Komitee berät in Neu-Delhi noch über weitere Anträge, darunter das Schweizer Jodeln und das Weben von Saris in Bangladesch.
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