Als sich diese Chance ergab, zögerten sie keine Sekunde und erfüllten sich ihren lange gehegten Traum! Seit dem Sommer 2025 spielen die Brüder Robert und Peter Zulj erstmals gemeinsam bei einem Klub – und zwar bei Buriram United in Thailand. Der Klub ist mit elf Titeln Rekordmeister und derzeit nach 19 Runden mit neun Punkten Vorsprung Tabellenführer. In der asiatischen Champions League gab es Dienstag den nächsten Sieg. Und auch abseits des Fußballs genießen die beiden Österreicher ihr Thailand-Abenteuer sehr.
Robert, der am 5. Februar 34 wurde, ist in der Thai League mit zehn Toren und sechs Assists der Topscorer von Burinam United. Der um 16 Monate jüngere Peter, der elf Länderspiele für Österreich bestritten hat, räumt als „Achter“ im Mittelfeld ab und ist ganz wichtig für den Spielaufbau: „Ich bewege mich wie früher zwischen den beiden Strafräumen und füttere Robi mit Bällen.“
„Wir haben 50 bis 60 Spiele im Jahr“
Der ältere Zulj-Bruder sagt: „Wir harmonieren auf und außerhalb des Platzes richtig gut. Wir genießen es hier sehr.“ Am Meer sind sie aber so gut wie nie. Das liegt einmal daran, dass es fast fünf Autostunden weg ist. Und zum anderen haben die beiden Österreicher wenig Freizeit: „Wir spielen auch in der asiatischen Champions League, haben 50 bis 60 Spiele im Jahr. Du reist nach Australien, Südkorea, China. Es geht richtig zur Sache.“ Dienstag spielten sie in der Königsklasse beim 1:0-Auswärtssieg gegen Chengdu Rongcheng durch.
In Buriram, das übersetzt „Stadt der Freude“ heißt, wohnt Robert, der vergangene Saison noch beim LASK spielte und viele Jahre erfolgreich in Deutschland kickte, mit seiner Frau und den zwei Söhnen (3 und 1) in einem Haus. Auch Peter wohnt fein. Robert betont: „Die Infrastruktur ist hervorragend. Dazu ist es sehr sicher. Wir fühlen uns sehr wohl, die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Unser älterer Sohn ist in einem internationalen Kindergarten, lernt Englisch und Thai.“
„Aus Buddhismus kann man sich einiges abschauen“
Die vier Stunden von Bangkok entfernte Stadt hat sogar einen eigenen Flughafen. Über den Jahreswechsel, der in Thailand sehr groß gefeiert wird, waren ihre Eltern zu Besuch. Sie haben ihre Söhne zu weltoffenen Menschen, die andere Kulturen und Religionen spannend finden, erzogen: „Aus dem Buddhismus kann man sich einiges abschauen.“ Aus Wels, wo sie geboren wurden und aufgewachsen sind, ging es für sie im Fußball um die Welt. Robert spielte auch schon in den Emiraten, Peter schon in Belgien, der Türkei, Ungarn und China.
Nur die Zubereitung einiger Speisen bleibt speziell: „Wenn es ein bisschen scharf heißt, machen wir einen großen Bogen um den Teller. Wenn es mild heißt, ist es immer noch würzig. Das passt dann aber gut.“
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