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ESC: ORF-Chef will Ausstiegsländer umstimmen

Medien
05.12.2025 22:28

Österreichs Song Contest in der Krise: Nachdem Israels Teilnahme angenommen wurde, verließen vier Nationen den Bewerb. Finanziell sei es kein Beinbruch, doch ORF-Chef Roland Weißmann will Überzeugungsarbeit leisten.

Ein Beben ging durch die Song-Contest-Welt, als nach der Bestätigung der Teilnahme von Israel beim Bewerb kommendes Jahr in Wien sich gleich mehrere Länder, wie berichtet, aus Protest zurückgezogen haben.

Obwohl neben Irland, Slowenien und den Niederlanden mit Spanien auch eines der sogenannten „Big Five“-Länder beim Song Contest 2026 wegfällt – und damit auch dessen Beitrag von knapp 335.000 Euro –, kann laut ORF-Generaldirektor Roland Weißmann von einer zusätzlichen finanziellen Belastung keine Rede sein. Denn die endgültige Anzahl der Länder habe keinen Einfluss auf das geplante Produktionsbudget oder den Beitrag, den die Rundfunkunion EBU an den ORF zahlen wird.

Roland Weißmann nach der entscheidenden Sitzung – er will nun Überzeugungsarbeit leisten.
Roland Weißmann nach der entscheidenden Sitzung – er will nun Überzeugungsarbeit leisten.(Bild: AFP/FABRICE COFFRINI)

„Joker Kanada“
Außerdem würden mindestens drei Länder (Rumänien, Bulgarien, Moldawien) nach Pausen zum Bewerb zurückkehren und ihrerseits wieder neue Beiträge einbringen. Als „Joker“ gilt Kanada, das erstmals Interesse an einer Teilnahme bekundet hatte. Man will verhandeln. Auch Kasachstan soll die Fühler ausstrecken, was aber wohl eine weniger wahrscheinliche Variante ist.

Am Freitagnachmittag konnte man im ORF zumindest aufatmen, was einen weiteren Wackelkandidaten anging: Belgien entschied sich nach Bedenkzeit doch noch für ein Antreten in Wien. Island wiederum will sich bis kommenden Mittwoch festlegen.

(Bild: Krone KREATIV/AP/Martin Meissner)

Apropos festlegen: Der Stichtag für die Anmeldung beim ESC ist am 10. Dezember. Das heißt, dass Rückzieher der jetzigen „Nein danke“-Kandidaten noch bis dahin möglich sind. Da will Weißmann einhaken und das eine oder andere Ausstiegsland vielleicht doch noch umstimmen. Die endgültige Teilnehmerliste wird von der EBU vor Weihnachten veröffentlicht.

Keine unpolitische Veranstaltung
Auch wenn der ORF sich betont unaufgeregt zeigt, rumort es hinter den Kulissen weiter. Schließlich wünschte sich auch die Gewerkschaft der italienischen TV-Anstalt RAI am Freitag in einer Aussendung den Boykott. Frankreich und Deutschland stehen dagegen fest hinter Israels Teilnahme und damit auch hinter Österreich, das dies immer befürwortet hat.

Einen unpolitischen Song Contest, wie es sich die Veranstalter wünschen, wird es aber nach den aktuellen Vorkommnissen auch 2026 nicht geben. Das Motto „United by Music“ hat sich nicht gut gehalten.

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