Dass die erste Auslandsreise des neuen, aus den USA stammenden Papstes just in die Türkei führt, hat einen einfachen Grund: vor 1700 Jahren fand auf Veranlassung des damaligen römischen Kaisers Konstantin in Nicäa auf dem Boden der heutigen Türkei das erste ökumenische Konzil statt.
EINERSEITS ist es nur billig und recht, wenn Papst Leo XIV. deshalb nach einem knappen Jahrtausend der Kirchenspaltung dort gemeinsam mit dem orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I. die Einheit der Christenheit beschwören will.
ANDERERSEITS ist der Papst als Staatsoberhaupt des Vatikans natürlich auch ein Staatsgast in der Türkei und wurde deshalb vom türkischen Präsidenten Erdoğan mit den entsprechenden Ehren empfangen.
Dass Leo XIV. dabei die Türkei als Brücke zwischen Ost und West würdigte und die Bemühungen Erdoğans, als internationaler Friedensvermittler aufzutreten, lobte, mag verständlich sein. Dabei sollte er sich allerdings nicht verschweigen in Hinblick auf die Tatsache, dass in der Türkei Erdoğans heute Christen zunehmend unter Druck geraten und dass es unter der AKP eine zunehmende Islamisierung des Landes gibt.
Allein die Tatsache, dass Erdoğan die Hagia Sophia, eine der ältesten und ehrwürdigsten Kirchen der Christenheit, nachdem sie jahrzehntelang ein Museum war, wieder in eine Moschee umwandelte, macht dies deutlich.

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