Pension erschlichen

Mann ging als seine tote Mutter verkleidet zum Amt

Ausland
21.11.2025 11:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Dieser Fall von Sozialhilfebetrug hat eine neue Dimension erreicht. Um sich weiterhin die Pension seiner toten Mutter zu erschleichen, gab sich ein 57-jähriger Italiener beim Amt als die Verstorbene aus. Dazu griff der „Verwandlungskünstler“ zu besonders schrägen Mitteln ....

Drei Jahre lang soll sich der 57-jährige Krankenpfleger aus Borgo Virgilio in der norditalienischen Provinz Mantua die Leiche seiner Mutter in seinem Haus versteckt haben.

Ausweis der Mutter musste erneuert werden
Der Sohn, der allein in einem abgelegenen Haus auf dem Land lebt, meldete den Tod nicht, um weiterhin die Pension zu beziehen. Alles sei reibungslos verlaufen, bis der Mann bemerkte, dass der Personalausweis der Mutter erneuert werden musste, um den Pensionsbezug fortzusetzen.

Um weiterhin die Pension seiner toten Mutter zu beziehen, gab sich ein Italiener als die ...
Um weiterhin die Pension seiner toten Mutter zu beziehen, gab sich ein Italiener als die Verstorbene aus.(Bild: stock.adobe.com)

Mit Perücke, Kleidern und Make-up ins Amt gegangen
Daraufhin entschied er sich, sich als die Mutter zu verkleiden und persönlich bei der Meldebehörde zu erscheinen – mit Perücke, Kleidern und Make-up. Der Beamte schöpfte allerdings sofort Verdacht. Unter einem Vorwand bat er den 57-Jährigen, am nächsten Tag wiederzukommen. Dort warteten bereits Polizeibeamte. Als er enttarnt wurde, erlitt der Mann einen Schwächeanfall.

Mumifizierte Leiche war an eine Wand gelehnt
Die makabre Entdeckung der Leiche erfolgte kurz darauf bei einer Durchsuchung seines Hauses: Im Wohnzimmer, an eine Wand gelehnt, fanden die Ermittler den mumifizierten Körper der Frau. Nach Ansicht der Ermittler könnte der Mann seine medizinischen Kenntnisse genutzt haben, um dem Leichnam Flüssigkeiten zu entziehen und so den Prozess der Mumifizierung einzuleiten, um eine Zersetzung zu verhindern.

Ermittlungen laufen
Gegen den Mann laufen nun Ermittlungen, wie italienische Medien berichteten. Die Staatsanwaltschaft Mantua wirft ihm unter anderem die Verbergung einer Leiche, Betrug und Fälschung vor. Nach bisherigen Erkenntnissen starb die Mutter im Jahr 2022 eines natürlichen Todes.

Im Ort galt der 57-Jährige als zurückgezogen; drei Jahre lang bemerkte offenbar niemand den Tod der Mutter. Nun soll eine Obduktion im Krankenhaus in Mantua die genaue Todesursache und den Zeitpunkt des Todes klären.

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