Erfolg wird erwartet

„Sonst hätten sie mich nicht eingebürgert …“

Salzburg
21.11.2025 10:00

Die Para-Sportlerin Carina Edlinger sorgte im Sommer für Aufsehen, als sie ankündigte, dass sie zukünftig nicht mehr für Österreich, sondern für Tschechien an den Start gehen will. Der „Krone“ erzählte die gebürtige Salzburgerin, was von ihr erwartet wird und warum es noch einige Hürden gibt.

„Das war natürlich schon ein mutiger Schritt, der viele Änderungen mit sich bringt.“ Carina Edlingers Nationenwechsel ging nicht so leicht über die Bühne, wie sie es sich vielleicht gedacht hat. „Hilfe bekommt man da nicht wirklich. Vieles muss man alleine herausfinden“, erzählt die 27-Jährige. 

Deshalb gibt es vor dem Winter auch noch einige bürokratische Schwierigkeiten. „Für den Biathlon habe ich meine Starterlaubnis schon, im Langlauf fehlt sie noch“, so die sehbehinderte Sportlerin. Einen richtigen Stress hat die mehrfache Medaillengewinnerin bei Großereignissen noch nicht, für sie beginnt der Winter erst im Jänner, die ersten Wettkämpfe im Dezember in Kanada lässt sie noch aus. Aus gutem Grund: „Die Saison ist lange und das Highlight steht mit den Paralympics erst im März an. Da will ich dann in Hochform sein.“

Startet künftig für Tschechien: Carina Edlinger.
Startet künftig für Tschechien: Carina Edlinger.(Bild: Andreas Tröster)

Fokus auf Biathlon
Das erhofft sich auch der tschechische Verband. „Ich weiß, dass sie einiges von mir erwarten. Wenn ich in der Vergangenheit nicht so erfolgreich gewesen wäre, hätten sie mich vermutlich gar nicht eingebürgert“, sagt Edlinger, die die erste Para-Ski-Nordisch-Medaille für ihr neues Land gewinnen soll. 

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Die Saison ist lange und das Highlight steht mit den Paralympics erst im März an. Da will ich dann in Hochform sein.

Carina Edlinger

Vor allem im Biathlon will sie heuer richtig angreifen. „Im Langlauf habe ich schon alles erreicht, deswegen wird mein Hauptfokus aus dem Biathlon liegen. Zeitlich sind beide Sportarten möglich, aber wenn man zu viele Rennen bestreitet, wird der Körper irgendwann müde.“

Obwohl sie jetzt für ein anderes Land an den Start gehen wird, stellt Edlinger klar, dass sie sich weiterhin zu Österreich sehr verbunden fühlt. „Ich trainiere immer noch in Fuschl, liebe meine Heimat.“ Dennoch betont sie: „Tschechien ist auch ein sehr schönes Land, in dem ich sehr herzlich aufgenommen wurde.“

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