100.000 Euro Schaden

Sozialbetrüger kassierte Pension seiner Schwester

Tirol
14.03.2025 11:16

Einmal mehr konnte die polizeiliche Sondereinheit Sozialleistungsbetrug einen ungewöhnlichen Fall aufdecken. Ein 60-jähriger Bosnier soll für seine im Ausland lebende beeinträchtigte Schwester (62) einen „Scheinwohnsitz“ angemeldet sowie Sozialgeld beantragt und letztlich auch abkassiert haben. Alles in allem entstand ein Schaden von mehr als 100.000 Euro.

14 Jahre lang den Staat abgezockt – und keiner hat es bemerkt. Bis jetzt! Der 60-jährige Bosnier, der im Tiroler Unterland lebt, stehe im Verdacht, seit dem Jahr 2011 für seine beeinträchtigte Schwester an seiner Wohnadresse einen Scheinwohnsitz angemeldet und für sie bei der Pensionsversicherungsanstalt Pflegegeld und Waisenpension beantragt zu haben.

Für Erledigungen kurz nach Österreich
„Zur Erledigung der notwendigen Behördenwege wie Verlängerung des Aufenthaltstitels, Pflegegeldanträge, verbunden mit ärztlichen Untersuchungen etc., holte der Mann seine im Ausland lebende Schwester immer wieder für kurze Zeiträume nach Österreich“, schildern die Ermittler.

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Der Beschuldigte zeigte sich bei der Einvernahme zu den Vorwürfen geständig.

Die Polizei

Als Sachwalter ging Geld an Bosnier
Dadurch sei es dem 60-jährigen Verdächtigen gelungen, die Pensionsversicherungsanstalt zu täuschen und bis Oktober 2024 Sozialleistungen in der Höhe von mehr als 100.000 Euro zu erlangen, die ihm als Sachwalter auf sein Konto überwiesen wurden.

„Der Beschuldigte zeigte sich bei der Einvernahme zu den Vorwürfen geständig“, heißt es. Der 60-jährige Bosnier werde wegen Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Sozialhilfebetrugs an die Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.

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