Entdeckt wurde die Galaxie mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Abell2744_Y1 im Rahmen des 2012 gestarteten "Frontier Fields"-Programms, einer Himmelsdurchmusterung, von einem internationalen Team unter der Leitung von Wissenschaftlern des Instituto de Astrofisca de Canarias auf Teneriffa. Gefunden wurde Abell2744_Y1 am Bildrand einer mittels Langzeitbelichtung entstandenen "Hubble"-Aufnahme (links oben) von einem Galaxienhaufens namens Abell2744, der von Astronomen auch als "Haufen der Pandora" bezeichnet wird.
Weil das Licht dieser uralten Galaxie (rot markiert) über 13 Milliarden Jahre unterwegs war, bis es auf der Erde eintraf, sehen wir Abell2477_Y1 so, wie sie rund 650 Millionen Jahre nach dem Urknall (vor 13,8 Milliarden Jahren, Anm.) ausgesehen hat.
Galaxie produziert fleißig Sterne
Laut Angaben der Astronomen hat Abell2744_Y1 nur etwa ein Dreißigstel der Größe unserer Milchstraße, produziert aber zehnmal mehr Sterne und enthält große Mengen Gas. "Bislang sind nur eine Handvoll so weit entfernter Galaxien bekannt", sagt Jason Surace vom Spitzer Science Center am California Institute of Technology der US-Weltraumbehörde NASA in Pasadena.
Möglich wurde der Blick auf Abell2744_Y1 unter Zuhilfenahme natürlicher Schwerkraft- bzw. Gravitationslinsen. Dabei handelt es sich um massereiche Objekte wie Sternen- oder Galaxienhaufen, die das Licht dahinterliegender Objekte umleiten, verzerren, aber auch vergrößern und damit für Teleskope erst sichtbar machen.











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