Eine freiwillige Rotkreuz-Sanitäterin (35) wurde bei einem Freibadbesuch mit ihren beiden Kleinkindern zur Lebensretterin. Ein Pensionist hatte einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten, brach zusammen. Die 35-jährige Magdalena Preuner reagierte geistesgegenwärtig, holte ihn zurück ins Leben.
Am 3. September kann Anton Voglhuber (74) aus Vöcklamarkt in Oberösterreich künftig ein zweites Mal Geburtstag feiern. Zu verdanken hat er das Magdalena Preuner aus Seewalchen, die ihn an diesem Tag nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand zurück ins Leben holte. Der Pensionist war im Freibad Attersee zusammengebrochen, als die freiwillige Rettungssanitäterin gerade mit ihren beiden Kindern aus den Umkleidekabinen herauskam.
Frauen kümmerten sich um Kinder
„Ich habe schnell gemerkt, dass er nicht bewusstlos war, sondern einen Herz-Kreislauf-Stillstand hatte“, schildert die 35-Jährige die dramatischen Minuten. Wegen ihrer kleinen Kinder (fast zwei und sechs) wusste die Mutter zuerst nicht, was sie tun sollte. „Dann haben sich zwei Damen um die Kleinen gekümmert“, so Preuner.
Ich wusste, dass ich zum Reanimieren anfangen muss, habe quasi das Kommando übernommen.
Lebensretterin Magdalena Preuner
Noch einmal kontrollierte sie die Vitalfunktionen des 74-Jährigen, „da war er schon ganz blau und hat keinen Puls mehr gehabt“. Obwohl die Umstehenden wollten, dass sie ihn in der stabilen Seitenlage belässt, schätzte Preuner den Ernst der Lage richtig ein. „Ich wusste, dass ich zum Reanimieren anfangen muss, habe quasi das Kommando übernommen. Ein Urlauber aus Deutschland, der sich als Rettungssani herausgestellt hat, hat mich unterstützt.“
Wieder bei Bewusstsein
Währenddessen holte ein weiterer Badegast den im Bad stationierten Defibrillator. „Ein Anwesender hat mich bei der Herzdruckmassage abgelöst, während ich die Elektroden geklebt habe. Wir haben geschockt, beim dritten Mal ist dann die Rettung gekommen“, so Preuner. Zu dem Zeitpunkt hatte Voglhuber wieder Puls, war beim Abtransport ins Krankenhaus bei Bewusstsein.
Wiedersehen mit Freudentränen
Rund drei Wochen später gab es ein emotionales Wiedersehen zwischen dem Pensionisten und seiner Lebensretterin auf der Rotkreuz-Dienststelle: „Er hat erzählt, dass er einen Stent eingesetzt bekommen hat, und sich unter Freudentränen bei mir bedankt“, sagt Preuner. Sie betont: „Wenn das Team rundherum nicht so funktioniert hätte und ohne Defi hätte das ganz anders ausgehen können.“ Für die erfahrene Sanitäterin – sie ist seit 16 Jahren dabei – war es übrigens nicht die erste Reanimation. „Aber die erste mit so gutem Ausgang.“
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