Heute am Faschingsdienstag hat der Humor noch die Oberhand, doch morgen, Aschermittwoch, beginnt die Fastenzeit. Die Linzer Ursulinenkirche öffnet wieder ihre Krypta für die Besucher. Der beeindruckende Ort hat auch Platz für kleine Kunstwerke, die sich mit Vergänglichkeit, Trauer und Transformation beschäftigen.
Die Ursulinenkirche Linz verwandelt sich in der Fastenzeit einen Erlebnisraum, der berührt und herausfordert. Zurückhaltend installierte Kunstwerke öffnen Türen zu Gedanken, die man sonst im Alltag übersieht.
Sie sind fast zu übersehen: Im ehemaligen Aufbahrungsraum der Krypta der Ursulinenkirche hängen Taschentücher an der Wand, die von winzigen Motoren bewegt werden. Die Installation stammt von Magdalena Berger.
Der Körper und der Tod
Es ist, als ob die Taschentücher die Wände streicheln wollten. Oder nehmen sie die Tränen des Abschieds auf? Die Vergänglichkeit des Körpers macht Maria Nalbantova zum Thema. Sie hat „Handtücher“ aus Porzellan gefertigt, diese hängen an der Wand der Krypta. Sie lassen einerseits die Fürsorge für den Körper spüren, andererseits auch seine Abwesenheit, etwa nach dem Tod.
Im barocken Kirchenraum ist noch alle zwei Stunden eine Klanginstallation von Heribert Friedl zu hören, die aus wenigen Elementen besteht. Das Ticken einer Uhr, ein Orgelton, Flageolett-Töne einer Gitarre und das „Atmen“ eines Blasebalgs sind zu hören. Friedl sieht das Werk auch in Memoriam Altbischof Maximilian Aichern, der am 31. Jänner verstarb, wir haben darüber berichtet.
Die Krypta der Ursulinen ist es wert, in der Fastenzeit (bis Karfreitag, 3. April) besucht zu werden. Denn hier erlebt man Ruhe, Stille und findet Zeit, sich in Gedanken mit der Endlichkeit des Lebens zu beschäftigen.
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