Bestenfalls Ergänzung

Saug- und Wischroboter kein Ersatz für Staubsauger

Oberösterreich
17.02.2026 15:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Zwar schnitten die meisten der Roboter im Test der Konsumentenschützer gut ab, dennoch wiesen die Produkte bei der Bodenreinigung größere Schwächen auf. Sowohl bei Hindernissen am Boden als auch in Ecken oder auf Teppichen stoßen die autonomen Helferlein an ihre Grenzen. Als Ergänzung sind sie aber durchaus geeignet.

Saug- und Wischroboter können die Hausarbeit erleichtern, ein Ersatz für den herkömmlichen Staubsauger und den klassischen Wischmopp sind sie aber nicht, meist muss man händisch nacharbeiten – zu diesem Schluss kommt die Zeitschrift „Konsument“ nach einem Test, über den die Arbeiterkammer Oberösterreich am Dienstag berichtete. Von 13 Geräten wurden elf als gut bewertet, wobei die Qualität nicht unbedingt mit dem Preis steige.

Ecken und Hindernisse 
Die meisten Produkte weisen laut Test Schwächen auf: In Ecken, Kanten und schwer zugänglichen Stellen sei eine gründliche Reinigung oft nicht möglich. Zudem müssen Hindernisse wie Sessel, Spielzeug oder Kabel vorher händisch entfernt werden, damit der Roboter freie Bahn hat. Insgesamt kommen die Geräte auf harten Böden besser zurecht als auf Teppichen.

Bürsten statt Saugen
Die meisten Modelle sammeln Staub mittels rotierender Bürsten ein, nur wenige arbeiten mit einem Saugsystem, wie man es vom klassischen Staubsauger her kennt. Einfache Roboter fahren zufällig umher, während vernetzte Geräte mit Sensoren etwa Hindernisse oder Stufen erkennen und mittels App von gewissen Bereichen ferngehalten werden können.

Große Preisspanne
Bei der Wischfunktion ziehen die einfachen Modelle ein Tuch über den Boden, bei besser ausgestatteten Geräten vibriert oder rotiert es. Bei einigen Topmodellen übernimmt die Ladestation u.a. das Ausspülen und Trocknen des Mopps. Meist benötigt man dafür aber eine große und sperrige Ladestation. Preislich lagen die getesteten Modelle zwischen 261 Euro und 1.285 Euro, wobei der Testsieger 619 Euro kostet, die beiden Ex-aequo-Schlusslichter, die als durchschnittlich bewertet wurden, 621 bzw. 481 Euro. Die teuersten Modelle rangierten im Mittelfeld.

Fazit der Tester
Die Geräte eignen sich als Zusatzgeräte im Haushalt und stellen keinen Ersatz für den herkömmlichen Staubsauger oder das bisher gewohnte Aufwischen dar. Wer sich einen Roboter anschaffen will, sollte beim Kauf darauf achten, dass der Akku getauscht und Verschleißteile selber gewechselt werden können. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen wird von den Herstellern zwischen zwei und 15 Jahren angegeben.

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