Alarmierend!

50 Prozent weniger Fans in der Westliga

Es sind beängstigende Zahlen, die sich Woche für Woche bei Westliga einfinden. Immer weniger Fans verfolgen die Partien von Salzburgs Drittligisten direkt im Stadion. Woran das liegt, hat die „Krone“ analysiert.

Zahlen, die alarmieren. Salzburgs Westligisten laufen die Zuschauer davon. In der laufenden Saison besuchten im Schnitt 248 Fans die Heimspiele von Kuchl, Bischofshofen, St. Johann, FC Pinzgau, Wals-Grünau und Aufsteiger Seekirchen.

Zum Vergleich: In der Vorsaison waren es 472! Der Rückgang ist dramatisch – fast die Hälfte der Fans ging verloren!

Hauptsächlich liegt das am Aufstieg der Austria, die Fanmagnet Nummer eins war und auch bei Auswärtsspielen immer zahlreiche Schlachtenbummler mit in die Gaue lockte. Die Violetten sind aber nicht der einzige Grund für den Fan-Einbruch auf den Westliga-Plätzen. „Lokalität sticht in diesem Fall Qualität. Die Leute interessiert das in dieser Form und bei solchen Gegnern nicht“, spricht Seekirchen-Obmann Toni Feldinger die meist unattraktiven Gegner aus Tirol (Ausnahme Wacker Innsbruck) und Vorarlberg an.

Feldinger sieht Lokalität vor Qualität
Dazu kommt, dass jene Teams kaum einen Fan mitbringen. „Wir hatten im Vorjahr einen Schnitt von rund 300 Zuschauern (aktuell 230), Anm.). Es ist was anderes, wenn wir gegen Hallwang spielen. Da kommen viel mehr Leute ins Stadion, weil auf beiden Seiten jemand spielt, den man auch kennt.“

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Aktuell sind keine Daten verfügbar.

Auch sportlich habe die Liga zu wenig zu bieten – kein Salzburger Klub will diese Saison aufsteigen. „In der Salzburger Liga geht es dann zumindest darum“, meint der Klubboss. Eventcharakter nötigUm die Westliga-Spiele schmackhafter zu machen, tue der Verein bereits einiges, um den Fans ein Event zu bieten. „Fast jedes Spiel hat bei uns ein Motto und auch kulinarisch greifen wir eigentlich immer in die Trickkiste“, sagte Feldinger.

Zitat Icon

Es gibt einfach ein Überangebot an Sport, das man sich ansehen kann. Auch im Fernsehen. Da überlegen sich die Leute dann, ob sie daheim noch zuschauen kommen

Patrick REITER, Bischofshofener SK

Für Bischofshofens Patrick Reiter gibt es ein weiteres schlagkräftiges Argument dafür, dass immer weniger Leute ins Stadion strömen. „Es gibt einfach ein Überangebot an Sport, das man sich ansehen kann. Auch im Fernsehen. Da überlegen sich die Leute dann, ob sie daheim noch zuschauen kommen“, hadert der Ex-Judoka, der mit enormen Einbußen bei Spielen zu kämpfen hat.

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