Sicherheitsgarantien

Selenskyj: Treffen mit Trump bei der UNO

Außenpolitik
20.09.2025 13:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj wird eigenen Angaben zufolge am Rande der UNO-Generaldebatte in der kommenden Woche US-Präsident Donald Trump treffen. Neben Sicherheitsgarantien für die Ukraine soll sich das Gespräch auch um Sanktionen gegen Russland und das Rohstoffabkommen der beiden Länder drehen.

Die Ukraine fordert westliche Sicherheitsgarantien im Zuge einer Vereinbarung über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen das Nachbarland. Die mögliche Stationierung westlicher Soldaten in der Ukraine hatte der russische Präsident Wladimir Putin jedoch in der Vergangenheit als inakzeptabel bezeichnet. Sie wären ein „legitimes“ Angriffsziel, drohte Putin.

Waffenruheverhandlungen: Keine Fortschritte
Die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung des von Russland vor mehr als dreieinhalb Jahren begonnenen Angriffskriegs treten auf der Stelle. Vertreter Russlands und der Ukraine waren in den vergangenen Monaten dreimal unter Vermittlung der Türkei und der USA in Istanbul zusammengetroffen. Dabei vereinbarten sie aber lediglich Gefangenenaustausche. Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe gab es dagegen nicht.

Trump von Putin „enttäuscht“
Der US-Präsident hatte sich wiederholt enttäuscht über das Verhalten Putins, den er Mitte August zu einem Gipfel im US-Staat Alaska getroffen hatte, gezeigt. Zuletzt erhöhte Russland die Schlagzahl gegen die Ukraine. Dabei wurde auch der Regierungssitz der Ukraine in Kiew beinahe dem Erdboden gleichgemacht. 

Wladimir Putin und Donald Trump bei ihrem Treffen in Alaska
Wladimir Putin und Donald Trump bei ihrem Treffen in Alaska(Bild: AFP/ANDREW HARNIK)

Auch in der Nacht auf Samstag kam es zu massiven Luftangriffen auf die Ukraine. Laut Selenskyj setzten das russische Militär dabei 40 Raketen und Marschflugkörper und etwa 580 Drohnen ein. Unter Beschuss standen die Regionen Dnipropetrowsk, Mykolajiw, Tschernihiw und Saporischschja sowie Gemeinden in den Gebieten Poltawa, Kiew, Odessa, Sumy und Charkiw. Es soll drei Tote und Dutzende Verletzte gegeben haben.

Angriffe auf russische Ölraffinerien
Das ukrainische Militär griff nach eigenen Angaben erneut die Ölraffinerie im russischen Saratow an der Wolga an. In der Umgebung des Ziels habe es Explosionen und einen Großbrand gegeben, teilte der Generalstab bei Telegram mit. Die Raffinerie ist in der Vergangenheit mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe gewesen, nach Angaben des Generalstabs auch in der vergangenen Woche.

Der Gouverneur des Gebiets, Roman Bussargin, schrieb bei Telegram, dass eine Frau bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt worden sei, außerdem seien Fenster in zwei Wohnblöcken und mehrere Autos beschädigt worden. Über einen Angriff auf die Raffinerie schrieb er nichts.

Das ukrainische Militär griff dem Generalstab zufolge auch im nordöstlich von Saratow gelegenen Gebiet Samara eine Ölraffinerie und ein weiteres Objekt der Ölinfrastruktur an. Infolge des Angriffs auf die Raffinerie sei es dort zu Explosionen und Bränden gekommen, gab der Generalstab an. Alle Ziele seien an der Versorgung der russischen Streitkräfte beteiligt. Der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, schrieb in sozialen Medien, dass Objekte des Treibstoff- und Energiesektors Ziel ukrainischer Drohnenangriffe gewesen seien. Über Schäden sagte er nichts.

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