Nachdem die schwarz-rote Tiroler Landesregierung Mitte Juni eine Abschussverordnung für einen Wolf in Osttirol erlassen hatte, ist in der Nacht auf Donnerstag ein Tier erlegt worden. Zuvor waren in einem Almgebiet von Amlach sieben tote Schafe gefunden worden.
Der erlegte Wolf sei inzwischen nach Innsbruck gebracht worden und werde dort jetzt von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) untersucht, teilte das Land Tirol in einer Aussendung mit.
Sieben tote Schafe auf Alm
In einem Almgebiet im Gemeindegebiet von Amlach waren Mitte Juni sieben tote Schafe aufgefunden worden. Nach Begutachtung durch den örtlich zuständigen Amtstierarzt bestand der Verdacht auf einen Wolf als Verursacher. Dementsprechend wurde von der Tiroler Landesregierung gemäß den gesetzlichen Vorgaben eine Abschussverordnung für einen Schadwolf im Bezirk erlassen, welche nun von der Jägerschaft erfüllt wurde.
Wenn wiederholt Nutztiere gerissen werden, ist zum Schutz unserer Almwirtschaft jedoch rasches und verantwortungsvolles Handeln gefragt.

LHStv. Josef Geisler (ÖVP)
Bild: Christof Birbaumer
„Eine jagdliche Herausforderung“
Tirols Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (ÖVP) dazu: „Der Abschuss eines Schadwolfs ist eine jagdliche Herausforderung. Wenn wiederholt Nutztiere gerissen werden, ist zum Schutz unserer Almwirtschaft jedoch rasches und verantwortungsvolles Handeln gefragt.“
Noch zehn Verordnungen aufrecht
Damit sind in Tirol derzeit noch zehn Abschussverordnungen aufrecht. Eine im Ötztal, drei im Bezirk Innsbruck Land, vier im Tiroler Unterland und zwei weitere im Bezirk Lienz. Heuer wurden insgesamt 14 Verordnungen erlassen, vier Wölfe wurden daraufhin erlegt.
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