15.11.2013 11:20 |

Mordfall Faull

Tochter des Toten klagt McAfee auf Schadenersatz

Hat John McAfee seinen ehemaligen Nachbarn Gregory Faull ermordet oder nicht? Gut ein Jahr nach der spektakulären Flucht des Anti-Virus-Pioniers aus Belize in die Vereinigten Staaten soll sich nun ein US-Gericht mit dieser Frage beschäftigen. Denn niemand Geringeres als die Tochter des Ermordeten macht den 68-Jährigen für die Tat verantwortlich und klagt deshalb auf Schadenersatz.

In einer zivilrechtlichen Klage fordert die 26-jährige Tochter des Ermordeten Gregory Faull Schadenersatz in Höhe von 75.000 Dollar (knapp 56.000 Euro) von McAfee. Dieser soll, so der Vorwurf, ihren ebenfalls aus den USA nach Belize ausgewanderten Vater in seinem Haus erschossen oder zumindest den Auftrag dazu gegeben haben. Die Klage erwähnt in diesem Zusammenhang zwei Ex-Freundinnen McAfees als mögliche Beteiligte.

McAfee zu Aussage bereit - nur nicht in Belize
McAfee selbst weist nach wie vor jede Verstrickung in den Mordfall zurück und droht seinerseits mit einer Gegenklage wegen Verleumdung und Rufmords. Zugleich erklärte sich der 68-Jährige in einem Reuters-Interview jedoch bereit, vor Gericht auszusagen. Einer entsprechenden Vorladung werde er sich nicht widersetzen, sagte McAfee.

"Natürlich nicht, weil die Anhörung hier in den USA stattfinden wird. Ich habe der Polizei in Belize gesagt, dass ich mich in jedem neutralen Land dieser Welt befragen lassen werde. Ich werde dafür nur nicht nach Belize zurückgehen", erklärte McAfee.

Regierungskomplott?
Der Anti-Virus-Pionier, der derzeit in Portland im US-Bundesstaat Oregon lebt, begründet seine Flucht von Belize vor knapp einem Jahr mit der Furcht, dort ermordet zu werden, weil er die von ihm als korrupt bezeichnete Regierung nicht länger finanziell unterstützen wollte. Der Mord an Faull hätte eigentlich ihm gelten sollen, hatte McAfee in der Vergangenheit immer wieder betont.

Furcht vor Kidnapping
Da offiziell von den Behörden in Belize jedoch nie Anklage gegen ihn erhoben wurde – McAfee galt lediglich als sogenannte Person von Interesse -, habe die Polizei keine rechtliche Handhabe, ihn zurück ins Land zu holen. Der 68-Jährige befürchte daher, gekidnappt und nach Belize verschleppt zu werden. Er werde deshalb rund um die Uhr von Sicherheitskräften beschützt, verriet er Reuters.

Hunde angeblich Streitthema
Demgegenüber stehen allerdings Aussagen, wonach McAfee wegen zwei seiner Hunde mit Faull in Streit geraten sein soll. Die Tiere sollen Anrainer verängstigt haben, weswegen Faull vor seinem Tod Beschwerde beim Bürgermeister der Insel Ambergris Caye eingereicht haben soll. Wenig später wurden die Hunde von McAfee tot aufgefunden. Sie wurden angeblich vergiftet.

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