Lang haben die Fans warten müssen auf ein neues Album von Massive Attack. Fünf Jahre nach "Mezzanine" ist es endlich da: 100th Widow. Das Warten hat sich nur bedingt gelohnt, die Musik ist nicht wirklich das, was man sich erwartet hat. Aber genau darum ging es 3D (oder auch Robert Del Naja) auch, der das Album praktisch im Alleingang auf die Beine gestellt hat.
Er ist derzeit der einzige Massive Attacker,Mushroom hat sich nach der ersten Platte vertschüsst, DaddyGee babypausiert, will aber auf der Tour dabei sein. Aber dasnur am Rande. 3D wollte mit Erwartungshaltungen brechen. Und 3Dbricht mit Erwartungshaltungen. "100th Widow" wird polarisieren,ist keine leichte Kost für happy people, sondern kann ganzschön auf die Stimmung drücken. Mit den herrlichen Melodien,die man von früheren Platten gewohnt ist, geizt Massive Attackund greift massiv den Glückshormonspeicher an.
Gast: Sinead O'Connor "Special Cases", der zweite Song des Albums, istdie erste Single-Auskopplung. Dafür wurde Verstärkungverpflichtet: Sinead O'Connor leiht ihre Stimme. Und Damon Albarnvon Blur ist der zweite Gast, auf "Small Time Shot Away" zeichneter für die Backgroundvocals verantwortlich.
"100th Widow" (der Name bezieht sich auf das Buch'Dictionary Of Now' von Charles Jennings und Lori Fener) ist sichernicht das beste Album von Massive Attack, aber nach fünfJahren freut man sich auch über ein Werk, das die Fangemeindespaltet...
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