Mindestens elf Personen - Familienmitglieder und weitere Mittäter - halfen dem Hauptverdächtigen dabei, die Fahrzeuge nach Serbien zu bringen, wo sie weiterverkauft werden sollten. Am 26. August mietete der 22-Jährige mit gefälschten slowenischen Reisedokumenten und einer gefälschten oberösterreichischen Meldebestätigung einen Transporter bei einer Freistädter Firma. Das Fahrzeug wurde jedoch nicht mehr zurückgebracht, das Unternehmen erstattete daraufhin Anzeige. Als ähnliche Fälle in Linz und Salzburg bekannt wurden, übernahm das Landeskriminalamt Oberösterreich die Ermittlungen.
22-Jähriger musste an Schengen-Grenze freigelassen werden
Bei Grenzkontrollen an der Schengen-Außengrenze wurde der junge Mann an der ungarisch-serbischen Grenze mit einem aus Graz entwendeten Transporter angehalten. Dort gelte jedoch die österreichische Strafprozessordnung nicht, weshalb der 22-Jährige nach einer kurzen Anhaltezeit auf freien Fuß gesetzt werden musste, so die Polizei. Man war aber so auf die Daten des jungen Mannes gekommen.
Am 11. September ließ der Verdächtige dann seine Ehefrau bei einer Autovermietungsfirma im Linzer Zentralraum telefonisch zwei Transporter anmieten. Da das Unternehmen bereits über die Ermittlungen informiert war, konnten Überwachungsmaßnahmen durchgeführt werden. Sechs Mittäter, die gefälschte Ausweise vorlegten und die beiden Mietfahrzeuge abholen wollten, konnten so festgenommen werden.
Schaden zum Großteil nicht gedeckt
Insgesamt soll es im Zeitraum von Ende April bis zum 11. September 2013 in ganz Österreich zu 24 Fällen von Veruntreuung gekommen sein. Der Schaden beträgt mehrere Hunderttausend Euro - der Großteil sei jedoch nicht durch Versicherungen gedeckt, da diese Veruntreuung und betrügerisches Herauslocken nicht abdecken, hieß es seitens der Exekutive.
Nach dem 22-Jährigen und fünf weiteren Mittätern wird noch gesucht, zudem wurde auch die serbische Polizei in die Ermittlungen miteinbezogen, um den Verbleib der Fahrzeuge abzuklären.












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